Varicella-Zoster oder Gürtelrosenvirus (VZV bzw. HHV 3)

Die Krankheit wird durch das zur Familie der Herpesviren gehörende Varizella-Zoster-Virus (VZV) ausgelöst und tritt meist bei älteren Menschen oder solchen mit einem geschwächten Immunsystem (durch Stress, infolge anderer Erkrankungen oder durch eine spezielle Therapie) auf. Das Virus wird häufig bereits in der Kindheit übertragen und verursacht in dieser Lebensphase die Windpocken. Ein Herpes Zoster ist immer eine endogene Reaktivierung einer früheren VZV-Infektion.

 

Symptome:

 Das Nervengewebe entzündet sich bei einer Reaktivierung des latenten Virus. Symptome sind Brennen und teils starke Schmerzen in dem Hautbereich, der durch den betroffenen Nervenstrang versorgt wird und in dem Nervenstrang selbst. Auch können Allgemeinsymptome wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit im Frühstadium auftreten. Die Schmerzen treten häufig vor der Bildung der Hauterscheinungen auf, welche in der Regel zwei bis drei Tage später folgen. Zunächst formen sich kleine erhabene Stellen mit Rötung der Haut aus. Innerhalb der geröteten Stellen bilden sich bis zu reiskorngroße, prall gespannte Bläschen, die eine wasserklare Flüssigkeit enthalten. In der Regel ist dieses Stadium nach zwei bis drei Tagen abgeschlossen. Die Bläschen füllen sich anschließend mit Lymphe und brechen auf. Binnen zwei bis sieben Tagen trocknen die Bläschen dann aus. Dabei bildet sich an den betroffenen Hautstellen eine gelb-braune Borke aus. Diese Phase kann ein bis vier Wochen dauern, in der Regel heilt der Zoster jedoch binnen zwei bis drei Wochen ab. Narbenbildungen treten häufig auf, insbesondere wenn es zu einer Zweitinfektion z. B. durch Bakterien kommt. In einigen Fällen kann der Ausschlag aber auch ganz ausbleiben. Eine nach Ausheilung eines akuten Herpes Zoster auftretende (postherpetische) Neuralgie kann manchmal aufgrund von Nervenschädigung auftreten.

 

Die Lokalisation der Gürtelrose wird durch das Versorgungsgebiet der befallenen Nerven bestimmt. Meistens tritt Zoster im Bereich des Brustkorbes auf (Interkostalnerven). Gelegentlich können auch Rücken, Arme oder Beine betroffen sein.
(Quelle Wikipedia)

 

Zoster/Herpes-Neuralgie:

 

Als Zosterneuralgie, besser als postzosterische Neuralgie benannt, werden Nervenschmerzen bezeichnet, die nach dem Abheilen einer Gürtelrose verbleiben. Die Zosterneuralgie wird ausgelöst durch eine endogene Reinfektion mit dem Varicella-Zoster-Virus. Wenn die Infektion abklingt, gehen die Erreger in Nervenknoten auf Tauchstation. Zumeist nisten sich die Erreger in den Knoten (Ganglien) von Nerven der Wirbelsäule oder der Hirnnerven ein. Hier können sie u.U. jahrelang schlafen, ohne irgendwelche Krankheitserscheinungen auszulösen.

 

Bei dem Zosterherpes-Virus handelt sich um eine Reaktivierung bereits vorhandener Viren. Es liegt also keine Neu- oder Zweitinfektion vor. Der Erreger ist der Herpes-Varizellen-Virus. Als Tröpfcheninfektion führt der Erstkontakt vorwiegend bei Kindern zu den bekannten Windpocken, an sich eine harmlose Kinderkrankheit. Nach dieser Erkrankung wandert das Virus entlang den Nervenfasern zu den Spinalganglien (= Ansammlungen von Nervenzellen in der Nähe des Rückenmarks) und kann dort Jahrzehnte überleben, ohne daß Krankheitszeichen vorhanden sind. Kommt es aber zu einer Schwächung des Immunsystems, wird das Virus reaktiviert und erreicht über sensible Nervenbahnen die Haut und es entsteht der Gürtelrose.

 

Auch Stress oder seelische Belastungen können für die Virusreaktivierung verantwortlich sein. An der Gürtelrose erkranken meist ältere Personen über 50 Jahre, die Inzidenz (= Anzahl neuer Erkrankungsfälle) beträgt etwa 4-5 pro 1000 Einwohner. Zehn Prozent aller Patienten mit Gürtelrose entwickeln eine Neuralgie (Loeser 1986). Die Inzidenz (= Anzahl neuer Erkrankungsfälle) an postzosterischer Neuralgie beträgt 20-60 Prozent bei den über 60jährigen (Struppler 198.

 

In den meisten Fällen bessern sich die Schmerzen binnen drei Monaten. Doch bei einem Teil der Patienten bleiben sie länger als sechs Monate bestehen und werden chronisch. Dann sprechen die Experten von einer „postherpetischen Zosterneuralgie“, also von einer Neuralgie, die auch noch dann besteht, wenn die akute Infektion schon längst abgeheilt ist. Um eine chronische Zosterneuralgie zu vermeiden, muss eine akute Herpesinfektion umgehend mit so genannten Virustatika, Medikamenten gegen Herpesviren, behandelt werden. Diese verhindern, dass die Viren sich weiter ausbreiten. Diese Therapie verkürzt die Behandlungsdauer und kann ein postzosterisches Schmerzsyndrom verhindern oder einschränken. In den ersten Tagen nach nach Beginn der Erkrankung ist eine virustatische Therapie( = Die Vermehrung eines Virus hemmend)angezeigt, insbesondere, wenn der Zoster den ersten Ast des N. trigeminus befällt. Eine später einsetzende virustatische Therapie verspricht keinen Erfolg mehr.

Der Schmerzcharakter bei der Neuralgie nach Gürtelrose wird von den Patienten uneinheitlich beschrieben: anhaltend tief drückend oder brennend, blitzartig einschießend, stechend und brennend. Teilweise liegt auch eine Allodynie (= Schmerzauslösung durch an sich nicht schmerzhafte Reize, z.B. Kleidung) vor.

 

Als Ergänzung der Virentherapie wird bisweilen die Gabe von Vitaminen, insbesondere von Vitamin B Präparaten angeboten. Vitamin B1, B6 und B12 haben jedoch keine pharmakologisch objektivierbare Wirkung bei der Therapie des Herpes Zoster gezeigt. Bei schweren Zosterverlaufsformen steht immer wieder die Frage nach einer Anwendung von Kortison zur Diskussion. Während der Anfangsphase der Erkrankung ist es im allgemeinen nicht angezeigt Kortison einzusetzen. Die Frage, ob eine frühzeitige Kortisontherapie die Entstehung der Nervenschmerzen verhindern kann, wurde in mehrfachen, großangelegten Studien überprüft. Die Ergebnisse sind nicht einheitlich, und die meisten Zahlen sprechen dafür, daß Kortison in dieser Hinsicht nicht wirksam sind.

 (Der Text wurde aus unserem altem Forum aus 2005 übernommen.

 

Ansteckung:

 

Die hochansteckenden Erregerviren werden per Tröpfcheninfektion, also direktes Einatmen von Ausatmungströpfchen (Exspirationströpfchen) infizierter Personen, oder über Kontaktinfektion beziehungsweise Schmierinfektion mit den Viren der auf Gegenständen oder Körperoberflächen niedergegangenen infektiösen Exspirationströpfchen übertragen, wenn sie anschließend sofort über die Schleimhäute beispielsweise in Mund, Nase oder Augen in den Körper gelangen. An der Luft sind die Erreger nur für etwa zehn Minuten infektiös. Besonders gefährlich ist es, wenn die Gürtelrose am Kopf auftritt.

Wer als Erwachsene, der sich schon im Kindesalter die Windpocken eingefangen hatte, später mit einem an Windpocken erkrankten Kind zusammen kommt, kann sich wieder anstecken und die persistierenden oder schlafenden Herpesviren aufwecken und dann eine Gürtelrose bekommen.

 

Mir sind aber auch einige Personen bekannt, die sich angesteckt haben, als ihre Kinder gegen Windpocken geimpft wurden!
Dazu passt wohl der folgende Artikel!

Mutationen:

Herpesviren mutieren gern und schnell. Beim Varizellen-Zoster-Virus gibt es einige Besonderheiten.
Bereits aus 2005 stammt die folgende Meldung auf http://jvi.asm.org/cgi/content/full/78/13/6799:

Es gibt zwei neue Mutationen, eine aus der Windpockenart und eine aus der Zosterart. Es lohnt sich, den ganzen Artikel durch den obigen Translator zu schicken, wenn man des Englischen nicht mächtig ist. Da steht nämlich, dass schon bei den beiden zwei verschiedenen Varizellen-Zoster-Mutationen das Genom entschlüsselt wurde, die also eine Veränderung im Genom haben und 30 x schneller pathogener (ansteckender) sind als die wilden Arten!!!
Das erste Mal schon in 1998 bei einem Kind mit Windpocken, der Typ VZV-MSP und dann 2002 die zweite Mutation bei einem 75-jährigen Mann mit Gürtelrose, den Typ VZV-BC.
Ein Polymorphismus wurde entdeckt, der nie hätte erwartet werden können auf Grundlage der gegenwärtigem Kenntnis des Genoms von Herpesviren. In der menschlichen Genetik wird ein genetischer Polymorphismus, der zu einem neuen Phänotyp im betroffenen Menschen führt, eine Mutation genannt im Gegensatz zu einer neuen Variante. Deshalb hat VZV-MSP die Attribute einer Mutations-VZV Belastung.

 

Eventuell noch überraschender als die Entdeckung der ersten Mutations-VZV Belastung war die anschließende Entdeckung einer zweiten Mutations-VZV Belastung in Vancouver, britischem Columbia, Kanada. Da wird auf eine Verbindung zu Aciclovir-Behandlungen hingewiesen und dadurch folgende Mutationen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, beim neuen Mutanten hilft das Virusstatika nicht mehr, aber verbreitet wird der Mutant durch Impfung!! Lesen Sie weiter im obengenannten Link!

 

Womit wir bei der Windpocken-Impfung wären!

 

Sehr interessant dazu die auch in 2005 ausgestrahlte Sendung des WDR - sehr sehenswert - mit dem Titel "Brauchen wir eine Windpocken-Impfung"- Impfung mit Tücken"
http://www.wdr.de/tv/rundumgesund/sendungen_2005/20050418/windpocken.jhtml
Lesen Sie selbst in dem verlinkten Video, wie der Zusammenhang besteht von Windpocken-Impfungen und den daruaf folgenden häufigen Ausbrüchen von Gürtelrose und die oft sehr starken Nebenwirkungen der Impfung.

 

Behandlung / Schmerzlinderung

 

Die schulmedizinische Behandlung wird schon oben im Text der Zoster-Neuralgie beschrieben.

In der ganzheitlichen Medizin haben wir die meisten Erfolge mit der Frequenztherapie in Bezug auf die Eleminierung der Herpesviren.

Darüber hinaus haben sich folgende Erfahrungswerte aus der Selbsthilfegruppe ergeben:

Colocyhntis Homacord von Heel. HCH kann als Ersatz für schmerzlindernde oder sedierende Drogen dienen. 

Weiter Cerebrum comp Amp von Heel Gehirnfunktionsmittel bei neurovegetativen Ursachen, das eine Nervenheilung beschleunigen soll.

und Gelsemium-Homaccord  Amp.+Tr Kopfschmerzen, Neuralgien - das in der Homöopathie bei Trigeminus-Neuralgien bzw. jeglichen Problemen mit Nerven im Kopfbereich eingesetzt wird.