Rickettsien - Mycoplasmen

Ricettsia helvetica - die deutsch/schweizerische Gattung

1.2.17; Borreliose-Symptome können auch eine Rickettsiose sein - Ricettsia helvetica

In einem neuen Bericht gefunden vom 12.10.16 aus dem hinterlassenen Archiv von dem in 2015 gestorbenen Entdecker der Lyme-Borreliose, Willi Burgdorfer gab es höchst Erstaunliches zu lesenn. Dieser erklärt sehr gut, wie die kontroversen Diskussionen in USA und Europa über die Lyme zustande kommen, nämlich weil sie von völlig unterschiedlichen Voraussetzungen ausgehen:
 https://www.statnews.com/2016/10/12/swiss-agent-lyme-disease-mystery/
Diesen Bericht beschreibt sehr gut die aktuelle Lage in Sachen Lymeborreliose (Lyme-Krieg), die sich offenbar in USA anders darstellt als bei uns in Europa - weil Rickettsia helvetica in den USA im Gegensatz zu hier wohl garnicht vorkommt, die haben in den USA andere Rickettsienarten. Kurz zum Thema ein paar Ausschnitte daraus:
Ganz wichtig! die Symptombeschreibung von R. helvetica ist fast identisch mit den Symptomen, wie sie hier als Lyme-Borreliose oder auch Lyme-Neuroborreliose ausgegeben wird!
Als Burgdorfer (gebürtiger Schweizer)  gestorben ist, wurden in seinen hinterlassenen Unterlagen seine Forschungsergebnisse über eine Bakterie "Schweizer Agent" (später Rickettsia helvetica) gefunden und von Wissenschaftlern neu ausgewertet (hat er 1978 auf einer Reise zurück in die Schweiz entdeckt, da wußte man aber noch nicht, dass  die auch Menschen befällt). Burgdorfer glaubte zuerst darin die Ursache von Lyme erkannt zu haben, hat diese Forschungen dann zurück in den USA nicht weiter verfolgt, da er sich auf die Erforschung der Lyme gestürzt hat. Man fand Notizen kurz vor seinem Tode, dass er das bereut hat, dass diese Forschungen untergingen in den USA - viele der Lyme-Borreliose-Fälle, die nicht der Norm entsprechen, mit 3-4 Wochen Antibiotika geheilt zu sein, können also alles Fälle von R.helvitica sein, evtl. zusammen als Co-Infektionen mit B. burgdorferi - mit den gleichen Symptomen, aber dadurch ergäbe es erst die oft ungeklärten schweren Fälle!
...Es ist mit einer Handvoll von plötzlichen Todesfällen von Herzerkrankungen, sowie Gesichtslähmung, Taubheit, Meningitis, chronische Muskelschwäche und vorübergehende Lähmung verbunden worden. Die Patienten beschreiben Symptome wie "Nebel im Gehirn" und Schwäche, intensive Angst, starke Muskelschmerzen und lähmende Kopfschmerzen. Viele Patienten sagen, dass sie viele Monate oder länger Antibiotika brauchten, um nach Jahren des Elends geheilt zu werden. ..
"Ausspruch Burgdorfer: Wenn Sie nach einem oder mehreren Agenten in einer Zecke suchen, können Sie andere übersehen, die zur Krankheitslast beitragen."
neue Literaturhinweise zu Rikettsia helvetica:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3569577/ - März 2013 "Seroreactivity for spotted fever rickettsiae and co-infections with other tick-borne agents among habitants in central and southern Sweden"
.. über Symptome wie Perimyokarditis und Meningitis wird berichtet [5-10]. Eine weitere Rickettsia, R. felis, deren Hauptreservoir und -vektor Katzenflöhe (Ctenocephalides felis) sind, wurde bislang in keinem Vektor in Schweden berichtet, obwohl in zwei Fällen eine Meningitis verursacht wurde [11].
und noch ein Link aus 2006, wo Rickettsien noch ziemlich unbekannt waren:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3322002/
... "Wir isolierten einen gefleckten Fiebergruppe Rickettsialorganismus von einem Patienten mit subakuter Meningitis. Nucleotidsequenzen der 16S rRNA, ompB und 17kDa Gene identifizierten das Isolat als R. helvetica. Dieser Organismus kann mit schweren Infektionen wie Erkrankungen des zentralen Nervensystems assoziiert sein".
Ende Bericht

Sie können auch als Mischinfektionen mit Lyme-Borreliose auftreten und die Symptome sind daher meistens kaum auseinander zu puzzlen.

 

Dieser Parasit, also die R.-Gattungen wurde in den letzten Jahren immer weiter differenziert und mehrfach umbenannt: Früher hießen sie Rikettsien, dann liefen sie unter Hämobartonellen (Hämobartonellose).

Man findet sie auch unter hämatrophe Mykoplasmen. Mykoplasmen gehören aber nicht der Familie der Rickettsien an, sind  aber mit diesen unzertrennlich verbunden, da sie als Vektoren für die Übertragung von Kot und Eiern von Arthropoden und Zecken gelten.  Mykoplasmen sind durch das Fehlen einer festen Zellwand gekennzeichnet. Mykoplasmen besitzen nur eine zytoplasmische Membran, die ihnen eine vielgestaltige Form ermöglicht.

aus Wikipedia.de:
Mit einer Größe von 580–1.380 kbp haben die Gattungen Mycoplasma und Ureaplasma das kleinste Genom der zur Auto-Replikation befähigten Prokaryonten mit Ausnahme des Tiefsee-Archaeons "Nanoarchaeum equitans" (~500 kbp). Ihr DNS-Genom weist meist einen relativen niedrigen Guanin-Cytosin (GC) Gehalt auf und ihre Zellmembran enthält Cholesterin, das sonst nur bei Eukaryonten gefunden wird.

 

Indikation:

remittierendes Fieber,

atypische Pneumonie,

Endocarditis,

Kopfschmerz

 

Diagnostik

Antikörper werden frühestens nach 7 Tagen gefunden. In der Regel sind sie nach zwei Wochen nachweisbar. Beweisend ist ein 4-facher Titeranstieg. Der Goldstandard ist die Bestimmung mittels indirektem Immunfluoreszenztest (IIFT). Innerhalb der Rickettsiengruppen besteht eine starke Kreuzreaktivität, sodass zwischen R. conori und R rickettsii serologisch nicht differenziert werden kann. Die Anamnese gibt allerdings Aufschluss, um welche Erkrankung es sich handelt. Die früher durchgeführte Weil-Felix-Reaktion, welche auf einer Kreuzreaktion mit verschiedenen Proteus-Stämmen beruht, sollte nicht mehr eingesetzt werden.

Quelle: http://www.labor-enders.de/431.html

 

Zusätzliche Magnesiumzufuhr wird den Rickettsien Patienten nicht empfohlen, weil es bewiesen ist, dass diese Substanz den Erreger in vitro wachsen lässt.

Der Eisenwert ist  bei vielen Patienten zu niedrig. Das ist zurückzuführen auf die Tatsache, dass der Erreger den Eisenvorrat des Kranken verbraucht. Damit der Eisenwert sich normalisiert, braucht man also nur gegen den Erreger antibiotisch oder mit Frequenztherapie vorzugehen. Der Eisenwert wird sich nach der Behandlung normalisieren. Klingt aber viel leichter als getan!

 

externe Links:

Neuartiger Schnelltest für Rickettsien-Infektionen:
http://www.biospektrum.de/blatt/d_bs_pdf&_id=981539.

http://flexikon.doccheck.com/de/Mycoplasma_pneumoniae
http://www.onmeda.de/krankheitserreger/mycoplasma_pneumoniae.html

Dr. C. Jadin aus Südafrika ist Spezialistin für Rickettsien, in englisch von ihr  http://lassesen.com/cfids/documents/Jadin_Poster1.pdf