Fazialisparese

ist ein Symptom der Neuroborreliose!

Auszug aus den Leitlinien der Neuroborreliose:

Radikulitis der Hirnnerven II–XII (Häufigkeit 47 – 56%): am häufigsten Fazialisparese (83 – 92%), bei ca. einem Drittel doppelseitig;

Ideopathische Fazialisparese

Eine Fazialisparese wird meistens der Borreliose zugeordnet, siehe oben. Es gibt aber verschiedene Krankheiten, die eine solche Lähmungsentwicklung begünstigen können. Die meisten Mediziner vermuten, dass eine vorangegangene Virusinfektion zu Grunde liegt. Eine Herpes- oder eine Mittelohrentzündung, Gürtelrose (Herpesvirus HHV3) oder Lyme-Borreliose sind ernstzunehmende Krankheitsbilder, die nicht unterschätzt werden dürfen. Erfahrungsgemäß dürfte es durchaus so sein, dass mehrere Erreger gleichzeitig agieren!

In Focus steht darüber ein interessanter Bericht:

http://www.focus.de/gesundheit/bellsche-gesichtslaehmung-angelinga-jolie-entuellt-mein-halbes-gesicht-war-gelaehmt_id_7405911.html

Zitat:

Die Symptome der Lähmung machen sich schon nach dem Aufwachen bemerkbar. Durch Schmerzen hinterm Ohr und durch die Unfähigkeit, die betroffene Gesichtshälfte zu bewegen. Das Auge kann unter Umständen weder geschlossen, noch geöffnet werden und der Mundwinkel hängt. In der Regel ist die Bell’sche Lähmung nicht beidseitig, sondern einseitig. Aufmerksam werden sollten Sie, wenn Sie:

  • mehr Speichel als sonst produzieren
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Essen oder Trinken haben
  • Ihre Augen und Ihr Mund sehr trocken sind

Begünstigt wird die Erkrankung noch durch vorangegangenen starken Stress.

In jedem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die Symptome ähneln denen bei einer Borreliose oder einem Schlaganfall. Ein Bluttest gibt Aufschluss, von welcher Krankheit Sie betroffen sind.

Je nachdem, welche Ursache ausfindig gemacht wurde, sollte dann entsprechend die Behandlung erfolgen.