Vorbeugung - wie man sich schützen kann

Die Prävention bezieht sich in erster Linie auf den Überträger der Infektion, die Zecke. Dabei ist das Tragen von Schutzkleidung zu beachten.

Die Erfolgsquote der Therapie der Borreliose im Frühstadium beträgt über 90 Prozent. Im chronischen Verlauf liegt sie bei 50 Prozent und weniger. Gegenwärtig ist die Verwendung von Antibiotika unverzichtbar. Die Frequenz- und Informationstherapie ist eine eine gute wirksame Alternative oder weitere Behandlung in der Komplementärmedizin.
Der Einsatz alternativer Maßnahmen sollte auf die Stärkung des Immunsystems hinwirken. In etwa 90 Prozent aller Fälle sorgt die individuelle Immunabwehr für eine Spontanheilung. Eine dauerhafte Immunisierung gegen eine erneute Borrelieninfektion findet nicht statt.


Die Borreliosegefahr ist groß! Tatsache ist, dass allein bei den ca. 6,7 Millionen Versicherten der Techniker-Krankenkasse im Jahr 2008 bei über 61.000 Patienten die Diagnose Borreliose festgestellt wurde. Darauf basierende Schätzungen zu Erkrankungshäufigkeiten gehen in die Hunderttausende. Wobei dazu zu sagen ist, dass Borreliose und Co.- Infektionen nicht nur von Zecken übertragen werden, sondern auch von Stechmücken, Pferdebremsen etc. Diese Zahl soll inzwischen sogar 50 % betragen.
Ob man überhaupt für eine Zecke interessant ist, entscheidet der jeweilige Stoffwechsel des Menschen, also seine Ausdünstung, wobei niemand weiß, wie gut eine Zecke riechen kann. Ein gesunder Organismus riecht anders als ein kranker. So haben Zecken zwar keine Augen und können ihre Opfer nicht sehen, aber sie verfügen über zwei hocheffiziente Sinne um ihre Opfer zu finden: Einen ausgeprägten Geruchssinn und sie haben ein feines Gespür für Erschütterungen.

Die alternative Medizin hat auch Mittel parat, um die massive Anziehungskraft mancher Menschen für Zecken erheblich zu vermindern, z.B. Schwarkümmelöl - am besten funktioniert Kokosöl!

Zeckenstiche kann man leider nicht völlig vermeiden. Bei Beachtung einiger Regeln können sie aber in Grenzen gehalten werden:

Wie man sich schützen kann:

  •  Meiden Sie das Unterholz. Zecken halten sich gern im Gras, Farn, Laub, an Büschen und Pflanzen auf. Immer auf den Wegen bleiben.
  • Helle Kleidung wird empfohlen und die Strümpfe über die Hosenbeine ziehen: Man sieht sie darauf besser! Aber: Zecken sind nicht blind, sie nehmen Lichtveränderungen wahr. Helle Kleidung zieht laut einer Studie Zecken an. Besser ist daher eine halbdunkle Tarn-Kleidung.
  • Kleidung nach Aufenthalt im Freien in den Wäschetrockner. Zecken überleben in der abgelegten Kleidung.
  •  Spätestens abends beim Ausziehen, besser noch nach der Beendigung von Gartenarbeit oder nach Rückkehr von einem Waldspaziergang sollte man Kleidung und Körper nach Zecken absuchen. Die häufig befallenen Körperregionen sind im Nacken, an den Unterarmen und Unterschenkeln, den Kniebeugen, unter den Achselhöhlen, zwischen den Zehen und nicht selten am Bauchnabel und im Genitalbereich. Zecken suchen sich immer warme Körperstellen aus.
  • s ist ratsam nach dem Aufenthalt im Freien zu duschen. Zecken beißen sich erst nach einiger Zeit fest, meistens werden sie beim Duschen schon abgestreift.
  • Hunde und Katzen, die weite Strecken zurücklegen sind besonders gefährdet! Sie tragen die Schädlinge in Wohnräume und landen dort wo diese sich hinlegen, wie z.B. im Kinderbett (bitte unbedingt vermeiden!) oder auf dem Sofa. Bitte regelmäßig absuchen und keine „Draußen-Haustiere“ im Bett zulassen!
  •  Zecken im Garten:  Oft sitzt das Grauen direkt vor der Haustür, im eigenen Garten, denn Igel, Mäuse und andere „Gartenbesucher“ transportieren befruchtete Zeckenweibchen, so dass Zeckennester im Garten auftreten können. Wenn Ihnen ein Nest auffällt, sollte man dieses sofort vernichten, da es sonst sehr risikoreich ist, den Garten zu betreten.

Daher ein paar Garten-Tipps:

  • Zum Sträucherschneiden eine Kopfbedeckung aufsetzen.
  •  Den Rasen stets kurz halten und im richtigen Moment einen Dampfstrahler einsetzen. Schneiden Sie Bäume und Sträucher so zurück, dass mehr Sonne auf den Boden fällt.
  • Laubhaufen und Moos sollten Sie entfernen.
  • Mähen Sie regelmäßig das Gras möglichst kurz und verzichten Sie auf Rasensprenger - dann wird es der Zecke zu heiß in Ihrem Garten.
  • Vom Frühling bis zum Herbst keine Vögel füttern, das Futter lockt Mäuse an, die Zwischenwirte der Zecken.
  • Unterholz und Pflanzen unter Bäumen entfernen

Wie entsorge ich die Zecke? – Überlebenschancen der Zecke

Alle hungrigen Zecken suchen drei bis fünf Tage im Haus nach ihren Opfern.  Beispiele, wo sie sich aufhalten könnten und wie lange sie da überleben:

  • Wäschehaufen: Überlebenschance mehrere Wochen, vor allem bei feuchten Kleidungsstücken.
  • Kleiderschrank: Drei bis fünf Tage.
  • Kopfkissen: Drei bis fünf Tage.
  • Bad: Überlebenschance mehrere Wochen, wenn hier zum Beispiel ein Badeteppich liegt, der täglich  feucht wird. Zecken können auch ihre Eier in die Bodenritzen ablegen.
  • im Auto: Mehrere Wochen
  •  Im Pool: Hier ist Vorsicht geboten! Zecken schwimmen oft auf der Wasseroberfläche und treiben, bis sie sich an ein Opfer festklammern können. Sie können bis zu 4 Wochen unter Wasser überleben! Das heißt, möglichst Zecken nicht im WC herunterspülen.
  • Aushungern: In einem Test sind sie nach ca. 4 Jahren gestorben, aber die Literatur spricht sogar von einer 7-jährigen Überlebenszeit.
  • Tiefkühltruhe: Auch nach über einer Stunde bei -22°C waren die Zecken, die zuvor den Ofentest überstanden hatten in derselben Jacke, nach dem Auftauen noch lebendig.

Wie kann man Zecken in der Kleidung töten?

  • Waschmaschine: Die Kleidung sollte bei mindestens 50°C gewaschen werden, da die unerwünschten Mitbringsel erst bei genau 42°C Körpertemperatur versterben.
  • Im Trockner: Nach eineinhalb Stunden Betrieb mit der Einstellung: „schranktrocken und schonend“ waren alle Zecken tot.
  • Das heißt, ein Waschgang mit mindestens 50 °C oder eine Runde im Trockner tötet Zecken am zuverlässig

Quellen waren Presseberichte von Krankenkassen oder Sozialversicherungen im Internet