Aktuelle News

27.11.11 Frag den Staat - neue Möglichkeit der Kommunikation online

Aufgrund der neuen Aktenauskunft nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) kann man jetzt online anonym (nur Behörde kann den Namen lesen) bei einer staatlichen Institution Auskunft erbitten. Ich finde, dass sollte man öfters nutzen! Hier das interessante Beispiel eine Auskunftsbitte an das Robert-Koch-Institut bezüglich Borreliose: https://fragdenstaat.de/anfrage/fragen-zu-den-aufgaben-des-rki-im-zusammenhang-mit-lyme-borreliose/

Online-Petition zur Meldepflicht von Borreliose

8.11.11: Die Deutsche Foren Gruppe, www.forengruppe.de, Deutsches Medizin Forum, Forum Deutsches Recht bittet um Mithilfe: Leider gibt es keine bundesweite Meldepflicht für Borreliose, so dass wir versuchen, in einzelnen Bundesländern und Stadtstaaten die Meldepflicht für diese ernstzunehmende Krankheit über Petitionen einzufordern. Hier geht es jetzt um die Online-Petition für den Stadtstaat Bremen. Es sind nur ein paar Mausklicks. Die Mitzeichnungsfrist endet am 13. Dezember 2011. Bis dahin wollen wir so viele Online-Mitzeichner gewinnen, wie möglich.
Bitte unterstützen Sie diese Online-Petition zur Borreliose! Vielen Dank!
Hier geht es zum Link: https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsdetails&s=1&c=date_insert&d=DESC&b=0&l=10&searchstring=&pID=336

28.10.11: Schwedische Wissenschaftlicher finden neuen Erreger in Zecken:

Ein bis dato unbekannten Bakterium, das bei Menschen mit angeschlagenem Immunsystem die Bildung von lebensgefährlichen Blutgerinnseln verursachen kann. http://www.krone.at/Wissen/Schweden_Forscher_entdecken_neue_Zeckenkrankheit-Unbekannter_Erreger-Story-300694

24.10.11: Pressekonferenz - Borreliose – die unterschätzte Zeckeninfektion - 12. August 2010, Berlin, im Tagungszentrum der Bundespressekonferenz - Hier können sie das gesamte Video der Pressekonferenz ansehen: http://www.bfbd.de/de/pressekonferenz-12_08_2010.html

10.10. Meldepflicht bringt es an den Tag - Borreliosezahlen weit höher als immer angegeben vom RKI

Seit Einführung der Meldepflicht in zwei Bundesländern sind die Zahlen von den letzten drei Monaten schon höher als im gesamten Jahr 2010. Rheinland-Pfalz - Seit Einführung der Meldepflicht für die Zeckenerkrankung Borreliose Anfang Juli dieses Jahres wurden beim Landesuntersuchungsamt (LUA) insgesamt 1874 Erkrankungen gemeldet. Das sind deutlich mehr als im gesamten vergangenen Jahr.  Die Zahl der Fälle in 2010 schätzt das LUA auf 1400 bis 1500. Bei den Erkrankungen in diesem Jahr handelt es sich laut LUA ganz überwiegend (1663 Fälle) um das klinische Bild einer sogenannten Wanderröte, dem „Erythema migrans“.

Bevor das Landesuntersuchungsamt jetzt die offiziellen Borreliose-Zahlen auf Nachfrage der Rhein-Zeitung vermeldete, hatte es bei Selbsthilfegruppen im Land Irritationen gegeben. Hintergrund war, dass die Borreliose-Zahlen Anfang September plötzlich aus den statistischen Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts (RKI) verschwunden waren. Sowohl das RKI als auch das Mainzer Gesundheitsministerium widersprachen jedoch Behauptungen, wonach die Zahlen vertuscht werden sollten. Weiterlesen bei Rhein-Zeitung

Aktuell: Die Bornavirus-Seiten sind umgezogen und haben eine eigene Page bekommen, siehe www.bornavirusinfektion.de/

Meldepflicht in den Bundesländern

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) sieht derzeit keine bundesweite Meldepflicht für Lyme-Borreliose vor. Nur die sechs östlichen Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen übermitteln seit 1991 die Neuerkrankungen an das Robert-Koch-Institut. Seit Beginn der Übermittlung von Borreliose-Fällen hat die Zahl der durch die sechs östlichen Bundesländer an das RKI übermittelten jährlichen Neuerkrankungen zugenommen. In Deutschland erkranken schätzungsweise 0,3 – 1,4 % der Menschen, die von einer Zecke gestochen wurden, an einer Lyme-Borreliose. (Quelle: http://www.saarland.de/)

27.7.11: Vom Forscher zum Heilpraktiker

Nachdem ihn ein Naturheilkundler mit Hilfe von Bioresonanz von Borrelien befreite, war der ehemalige Forscher eines Chemiekonzerns, Dr. Wilfried Nolte, aus Odenthal so begeistert, dass er selbst eine Ausbildung als Heilpraktiker abgeschlossen hat. Ein Neurologe testete positiv auf Borreliose. Antibiotika sollten helfen, die Eindringlinge zu beseitigen und das Leid zu lindern: „Ich hatte Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Jeden Tag tat es an anderen Stellen weh“, erinnert sich Nolte.

In der Folge sammelte der Patient von drei Ärzten gleich sechs falsche Diagnosen. 2002 war die Krankheit bereits chronisch. Zwar nahm die Anzahl der Borrelien ab, doch die Beschwerden blieben. Die Zweifel an der Behandlungsmethode dagegen wuchsen. Im Internet fand der Betroffene schließlich die Ärzte Dr. Fred Hartmann und Dr. Hatto Müller-Marienburg, die in Arnsbach eine Sprechstunde für Borreliose-Patienten anboten. Aus einem speziellen Sehtest schlossen die Ärzte, dass die Krankheit noch nicht überstanden war. Weiterlesen hier: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1308323586042.shtml

27.7.11: Personen gesucht zu Studienzwecken unten genannter Studie in Köln

Zur Studie zugelassen sind Personen zwischen 18 und 80 Jahren, die von einer Zecke gebissen wurden und die Zecke noch in der Haut haben oder diese mitbringen können. Patienten, die sich für die Teilnahme an der Studie interessieren, können sich auf der eigens eingerichteten Internetseite www.zeckenstudie.com oder bei der Telefon-Hotline 00800 2151 3692 näher informieren und mit den beteiligten Ärzten, die dort aufgeführt sind, Kontakt aufnehmen. Weiter http://idw-online.de/de/news434354

24.7.11: Bald ein Gel als Sofortmittel gegen Borreliose?

Neuer Test im Rahmen einer Phase III-Studie an der Kölner Uniklinik für eine neue Therapie gegen Borreliose. Worin besteht die Innovation? Dass jetzt mit der Antibiotika-Therapie nicht mehr gewartet wird, bis ein Patient Symptome einer Erkrankung wie beispielsweise die Wanderröte oder Abgeschlagenheit zeigt, sondern direkt nach dem Zeckenbiss die betroffene Stelle mit einem antibiotikahaltigen Gel lokal behandelt wird: Näheres siehe hier: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1308323515919.shtml

Davon abgesehen wird schon lange von den Schweizern empfohlen, sofort auf einen frischen Stich oder Biss gegen Borreliose eine Tetracyclin-Salbe draufzustreichen, die kleinste Tube davon gibt es als Augensalbe, ist aber rezeptpflichtig - also rechtzeitig mal beim Arzt mitbestellen.

19.7.11 Die ersten Bundesländer führen Meldepflicht für Borreliose ein

1) Rheinland-Pfalz führt Borreliose-Meldepflicht ein

Für die durch Zecken übertragene Krankheit Borreliose gilt in Rheinland-Pfalz jetzt eine Meldepflicht. Das Land wolle so die "bislang unzureichende Datenlage zur Borreliose verbessern", teilte Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz mit. Weiter

2) Das Saarland führt Meldepflicht für Borreliose ein. Die saarländische Landesregierung hat heute eine Verordnung zur Einführung einer Meldepflicht für Borreliose beschlossen. – Gesundheitsminister Weisweiler: „Wichtiger Schritt, um detaillierte Informationen über die Verbreitung dieser Erkrankung zu bekommen“ Weiter

FSME-IMPFSTOFF TICOVAC vom Markt genommen

1.6.10: Das "Ärztetelgramm" informiert: EINE ZU SPÄTE MARKTRÜCKNAHME
Mit Wirkung vom 16. Maerz 2001 verzichtet die Firma Baxter auf die Zulassung des FSME-Impfstoffes TICOVAC (1). Der Impfstoff darf daher ab sofort nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Die Marktrücknahme bedeutet, dass jetzt nur noch Erwachsene und Kinder über 12 Jahre gegen FSME geimpft werden können. Hierfür steht das deutlich besser verträgliche ENCEPUR zur Verfügung. Zeitgleich rückt das Paul-EHRLICH-Institut (PEI) von der Impfempfehlung für Kinder ab: "Insgesamt verläuft die FSME-Erkrankung im Kindesalter im Vergleich zum Erkrankungsverlauf bei Erwachsenen leichter und heilt fasst immer ohne Folgeschäden aus. Bleibende neurologische Schäden sind eine Rarität... Durch Erhebung des Paul-EHRLICH-Instituts konnte ... kein Fall einer schwer verlaufenden FSME-Erkrankung bei Kindern bis 16 Jahre im Zeitraum 1997/98 in Deutschland eruiert werden". Lesen Sie weiter im obigen Link.

Bornavirus

Das Borna-Virus und der Zelltod im Gehirn

16.3.10: Quelle: http://www.bio-pro.de/magazin/wissenschaft/index.html:
Unser Erinnerungsvermögen hat seine materielle Grundlage unter anderem in dem als Hippocampus bezeichneten Areal unseres Gehirns. Darum ist es schwerwiegend, wenn diese Region durch Umwelteinflüsse in ihrer Substanz geschädigt wird. Wie das Borna-Virus charakteristische Verschaltungsmuster verändern und Nervenzellen des Hippocampus zerstören kann, untersucht die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bernd Heimrich von der Universität Freiburg.

Die Experimente können zumindest verstehen helfen, was im Gehirn nach einem Virusbefall passiert. Ein anderes Beispiel zeigt dies noch deutlicher: Heimrich und sein Team haben in einer aktuellen Arbeit am lebenden Rattenmodell untersucht, wie der Befall mit dem Borna-Virus die Verschaltungsmuster im Hippocampus verändert. Sie stellten fest, dass sich verschiedene Verbindungen zwischen den Eingängen aus anderen Gehirnregionen und den verarbeitenden Zellen im Hippocampus umstrukturieren. Im Verlauf der Infektion kommt es zur massiven Abnahme der Körnerzellen. Die Nervenfortsätze aus anderen Gehirnregionen verlieren somit ihre Kommunikationspartner. Diese Nervenfasern bilden dann – vielleicht als Ausweichreaktion – vermehrt Synapsen an Dendriten anderer Zellen im Hippocampus. Synapsen sind Kontaktstellen zwischen Nervenzellen und essenziell für den Informationstransfer im Nervensystem. Die Anzahl an Synapsen variiert in Abhängigkeit zur Infektionsdauer. Das weist deutlich darauf hin, dass sich nach einer viralen Infektion im Gehirn die neuronalen Verschaltungen reorganisieren. Weiter lesen im obigen Link.

7.1.10: In der Bornavirus-Forschung gibt es bahnbrechende neue Ergebnisse in Bezug auf die Erforschung von Depressionen und evtl. von Schizophrenie und über die Vererbung dieses Virus über die Keimbahnen. Eine Bornavirus-Infektion kann eine Quelle von Mutationen in infizierten Personen sein, vermutlich vor allem in Neuronen. In der neuen Studie fanden japanische Forscher Kopien des Bornavirus N (für Nukleoproteid)-Gen eingefügt im menschlichen Genom an mindestens vier verschiedenen Orten.

Viele Virenfossile (Bornavirus) im Genom

Im Erbgut von Menschen und anderen Lebewesen finden sich viele Sequenzen, die Viren bei einer Infektion früherer Generationen vor langer Zeit eingebaut haben. Bislang hatte man solche fossilen Spuren ehemaliger Virenattacken allerdings nur der Gruppe der Retroviren zugeschrieben. Keizo Tomonaga von der Osaka University und seine Kollegen beschreiben nun, dass auch die so genannten Bornaviren sich auf Dauer im Erbgut einer Art verewigen können [1]. Diese Viren könnten durchaus eine bislang unterschätzte Quelle von schädlichen oder innovationsfördernden Mutationen sein, so die Forscher.

Bei Bornaviren werden bei der Replikation allerdings keine Erbgutabschnitte in die Wirts-DNA integriert; das dazu nötige retrovirale Werkzeug, etwa die reverse Transkriptase zum Umkopieren von RNA in DNA, fehlt dem Virus. Trotzdem fanden die Forscher Reste der viralen EBLN-Gensequenzen in der DNA etwa in eigens infizierten Mäusen. Flankierende Abschnitte der integrierten Sequenzen deuten darauf hin, dass mobile genetische Elemente der Wirtszellen dafür verantwortlich sind: Sie kopieren sich regelmäßig selbst und reintegrieren dann an anderer Stelle erneut ins Erbgut. Bei diesem Prozess könnte der verantwortliche Apparat auch RNA der Bornaviren in DNA umgeschrieben und eingebaut haben, vermutet Cédric Feschotte von der University of Texas in Arlington [2]. Weiterlesen hier: http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1018407

Anmerkung: Reverse Transkriptase:  RNA-abhängige DNA-Polymerase der Retroviren erzeugt ein DNA-Provirus nachdem ein RNA-DNA Hybridmolekül entstanden ist. Reverse Transkriptase bildet aus einer RNA den zugehörigen (komplementären) DNA-Strang, normalerweise nicht möglich. Reverse-> Umkehrung. Quelle Ludwig

Tierisches Virus (Bornavirus) schlich bereits vor Millionen Jahren in menschliche DNA

Wissenschaftler der Universität Osaka in Japan fanden heraus, dass es sich um das Bornavirus handelt, das erstmals in den 1970er Jahren identifiziert wurde. Die Forscher unter Keizo Tomonaga verglichen die DNA diverser Säugetiere, darunter Menschen. Im menschlichen Genom wurde das Virus sowohl fragmentarisiert als auch Form zweier Genen gefunden, deren Funktion allerdings unbekannt ist. Das Bornavirus vermehrt sich den Forschern zufolge in den befallenen Zellkernen.Welche Bedeutung der Nachweis des Bornavirus in der menschlichen DNA hat, dürfte heftige wissenschaftliche Kontroversen auslösen.

Die grundlegenden Fragen sind dabei, ob das Virus ausschlaggebende genetische Mutationen in der Menschheitsentwicklung ausgelöst hat, ob es für Erbkrankheiten oder womöglich einen Schutz vor Krankheiten sorgt. Es gibt bereits Spekulationen, wonach das Bornavirus mit Schizophrenie oder anderen Störungen im Zusammenhang stehen könnte. Lesen Sie weiter http://www.google.com/hostednews

Die Tatsache, dass es - zumindest in Zellkulturen – sehr leicht zum Einbau viraler Genabschnitte in die zelluläre DNA und damit zu genetischen Veränderungen in diesen Zellen kommen kann, wird wahrscheinlich auch wieder zu einer Belebung der Diskussion über mögliche Bornavirusinfektionen des Menschen und deren Bedeutung bei neuropsychiatrischen Erkrankungen führen. http://www.virologie.meduniwien.ac.at/home/upload/vei/2010/0310s.pdf

Auch sehr guter Link in deutsch: Wir, Kinder von Viren beschreibt die Entwicklung der Retroviren von vor 50 Mill. Jahren bis jetzt zur Entdeckung des Bornavirus im Genom.
Auszug: Erbe am Erwachen hindern - Damals muss ein Heer von Retroviren unterwegs gewesen sein, vor etwa 50 Millionen Jahren ein zweites, das zeigen Analysen von Didier Trono, Lausanne. Diese Viren in uns haben längst die Fähigkeit verloren, sich vermehren zu lassen. Aber Unheil anrichten kann ihre genetische Information doch, deshalb wird sie in der Embryonalentwicklung stillgestellt, mit einem Protein (KAP-1), das verhindert, dass Retroviren-Genombestandteile abgelesen werden. Mäuse, in denen Tropo KAP-1 blockierte, starben rasch, in ihnen erwachte das Erbe (Nature, 463, S.237). weiter in http://diepresse.com/home/science/533680/

Weitere diesbezügliche sehr interessante Pages (engl.): http://www.sciencenews.org/view/generic/id/52925/title/Bornavirus_genes_found_in_human_DNA und http://www.wired.com/wiredscience/2010/01/bornavirus-in-human-dna/

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