Selbsthilfegruppe für Bornavirus, Borreliose und Co-Infektionen

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Epstein-Barr-Virus EBV (HHV 4) - Pfeiffersche Drüsenfieber

Der unterschätzte Virus - nimmt eine Sonderstellung unter den Herpesviren ein - es gilt als Auslöser für Immunsuppressionen, des CFS und von Tumorerkrankungen! Er öffnet damit anderen Erregern den Weg! Insbesondere werden hier auf der Seite die Zusammenhänge beschrieben zur Multiplen Sklerose (MS) und verschiedenen Krebsarten.

In Europa verbreitet sich ein Virus der das Immunsystem schädigt und daher viele Krankheitsbilder hervorruft. Tragischerweise werden diese Folgen des Epstein-Barr-Virus völlig unterschätzt und die Patienten mit Fehldiagnosen in die Irre geführt.

Epidemiologie

Wie alle Herpesviren ist auch EBV in der Lage, in seinen Zielzellen, dem Epithel des Mund- und Rachenraums und den B-Lymphocyten, lebenslang zu persistieren.

Im Epithel des Mund- und Rachenraums kommt es zu einer produktiven Infektion. Bei Ausreifen der infizierten Epithelzellen geht das Virus aus der latenten in das replikative Stadium über und wird unter Cytolyse in den Rachen- und Mundraum abgegeben, so daß es lebenslang zur Aussscheidung infektiöser Viren kommen kann. Die erklärt die hohe Durchseuchung mit EBV (weltweit > 90 %) mit zwei Ansteckungsgipfeln: im Säuglings- und Kleinkindalter, in dem die Infektion in der Regel asymptomatisch verläuft und zwischen 15 und 20 Jahren, wobei es in einem bis zwei Drittel der Fälle zum Krankheitsbild der infektiösen Mononucleose, auch "kissing disease" oder Pfeiffersches Drüsenfieber genannt, mit der Trias Fieber - Pharyngitis - Lymphadenitis kommt.

Der EBV ist bei einer Erstinfektion Auslöser für das Pfeiffersches Drüsenfieber:

Das Pfeiffersche Drsenfieber ist eine Virusinfektion, die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) ausgelst wird. Häufig findet man auch die Bezeichnung "Kusskrankheit". In der Fachsprache heist sie Infektiöse Mononukleose. Am häufigsten betroffen sind junge Erwachsene. Der Altersgipfel liegt zwischen 15 bis 19 Jahren. Aber auch Kindergartenkinder und Grundschulkinder sind häufiger betroffen.

Das Epstein Barr Virus ist ein Risikofaktor für die Entstehung verschiedener proliferativer Erkrankungen (Krebs) wie dem Burkitt-Lymphom oder einem Nasopharynxkarzinom (länderspezifische Häufungen).Es kann jederzeit Reaktivierungen geben und auch die chronische Form - hier ist noch nicht erforscht, wie es dazu kommen kann.

Grundlegendes Verständnis einer EBV-Erkrankung:

Vorab: Was wir spüren, sind IMMER die Immunreaktionen, nie die Viren selbst. D.h., je heftiger die Symptome, desto heftiger auch die Immunreaktionen, also eigentlich ist dies positiv. Wenn sich allerdings der EBV chronifiziert, laufen auch die Immunabläufe chronisch ab, da immer neue Viren nachkommen. Dies kann auf unterschiedlichem Niveau passieren, von "vor sich hindümpeln" bis "ständig heftig", wenn der Körper gegen das Virus rebelliert und wie blöde Antikörper produziert, die Immunabläufe aber nicht bis zum Ende bringen kann.

Die Hauptursache dafür liegt darin, dass EBV einen Eiweißstoff produziert, der dem Interleukin 10 (einem Zytokin, d.h. Botenstoff des Immunsystems) ähnlich ist. Interleukin 10 gehört zu den blockierenden, antiinflammatorischen (gegen Entzündungen) Zytokinen, das jeweils eher im späteren Teil einer "Immunkaskade" zum "Einsatz" kommt und dabei hilft, dass das Immunsystem nicht ins Uferlose "Amok" läuft, indem es die T-Zellen-Bildung hemmt (TH1) und damit kein Interferon Gamma mehr produziert wird. Interferon Gamma ist aber notwendig, um die Fresszellen (Makrophagen) zu aktivieren, die die Viren letztlich „auffressen“. Dadurch täuscht EBV das Immunsystem, indem es meint, es „habe schon fertig“. Vereinfacht (so einfach ist es natürlich nicht): Je mehr Interleukin 10, umso weniger EFFEKTIVE Immunaktivität. Diese Zusammenhänge wurden von Baumforth 1999 ausführlich beschrieben. EBV sichert sich damit nicht nur die Aufenthaltsgenehmigung für sich selbst im Körper, sondern blockiert damit auch die Ausheilung anderer Krankheiten.

Die EBVler spüren das in diesen immer wieder ablaufenden, quälenden Wellen, in denen das Immunsystem immer wieder Anläufe nimmt, die Krankheit und andere aber nie zu einem Ende bringt, sondern vorher praktisch "abbricht". Viele fühlen sich "grippig" dabei, aber so, als wenn die Grippe nicht richtig ausbricht und im nächsten Moment oder am nächsten Tag ist alles wieder vorbei. Der Körper merkt dies und fängt wieder von vorn an. D.h. aber, er kann noch so viele Antikörper produzieren, dies bringt nichts. Die teilweise so irrsinnig hohen IgG-Spiegel bei uns resultieren auch daraus! Es sind viele Antikörper im Spiel, aber das IS arbeitet nicht effektiv!

Was ist dran an diesem Virus?

Der Epstein-Barr-Virus (EBV) stammt ursprünglich aus Asien und wurde vor rund 40 Jahren (oder noch länger?) nach Europa gebracht. Verschiedenen Schätzungen zufolge sind inzwischen rund 95% der Bevölkerung Mitteleuropas vom EBV befallen. Seine vielfältigen Symptomen machen den Menschen nur zu schaffen, wenn das Immunsystem stark geschwächt ist. Das kann durch die Einnahme von Antibiotika, durch Magen-Darm-Infektionen, durch Amalgambelastung oder durch psychischen Streß der Fall sein. Trifft der EBV auf einen solchen körperlichen Schwachpunkt, beginnt er sein zerstörerisches Werk - im Immunsystem.

Dabei ist der erste Angriffspunkt des EBV auf den Organismus die Dünndarmschleimhaut, wo der Virus die Immunglobuline irritiert. Der EBV infiziert die B-Lymphozyten, die im Immunsystem für die Bildung von Antikörpern verantwortlich sind. Das Verwirrende an der akuten EBV-Infektion ist, dass zum einen Antikörper gebildet werden, die man gewöhnlich nicht erwarten würde, zum anderen aber auch solche bekannten Antikörper, die üblicherweise Zeichen einer Infektion mit anderen Erregern sind. Leidet ein Mensch also an einer akuten EBV-Infektion, kann durch diese Antikörperbildung eine akute Infektion mit anderen Erregern vorgetäuscht werden, beispielsweise Borreliose.. Anders formuliert, durch die Infektion funktionieren Markerzellen, die Eindringlinge markieren und sie für unser Immunsystem erst erkennbar machen, nicht mehr richtig - sie markieren Feinde entweder gar nicht oder nur unvollständig. Es kann auch geschehen, dass fälschlich körpereigene Zellen markiert und dann vom Immunsystem angegriffen werden. Das wird als Autoimmunerkrankung diagnostiziert. Nach derzeitigen schulmedizinischen Erkenntnissen besteht dann keine Heilungschance mehr. Die Symptome werden mit Cortison - mit den bekannten Nebenwirkungen!! - bekämpft.

Eine EBV-Infektion dauert lebenslang an, der Virus kann also nicht eliminiert werden. Aus diesem Grund ist der EBV eine ständige Herausforderung für das Immunssystem und natürlich auch für die serologisch Diagnostik. Die Symptome selbst können verschiedenartiger kaum sein.

Neue Forschungsergebnisse:

http://www.uniklinikum-saarland.de/de/aktuelles/uks_report/UKS-Report_32004/Neue_Forschungsergebnisse_

"Ich lasse dich in Ruhe, wenn du mich nicht krank machst!“ Diese hinter dem Rücken des Immunsystems getroffene „Geheimabsprache“ zwischen Homo sapiens und Herpesviren ist möglicherweise der Schlüssel dafür, dass die Menschheit von den verbreiteten Eindringlingen weitgehend in Ruhe gelassen wird. Weiter im obigen Link

Denn immerhin sind zwischen 70 und 90 Prozent aller Menschen mit dem Herpes simplex-Virus (HSV-1) infiziert und über 95 Prozent sind Träger des Epstein-Barr-Virus. Daran gemessen reagiert allerdings nur eine relativ geringe Zahl der Infizierten beispielsweise mit Bläschen, Windpocken, Gürtelrose, Hirnhautentzündungen oder Tumoren auf die Viren. Offenbar genügen sich diese selbst, solange sie unbeachtet bleiben dürfen. Werden sie in Ruhe gelassen, vermehren sich die Viren auch nicht; sie schlafen und fügen ihren Wirtszellen keinen Schaden zu.

Dazu müssen sie allerdings über eine Art von Tarnkappe verfügen, denn grundsätzlich gilt: Das Immunsystem erkennt jeden Eindringling. Möglicherweise haben Virologen und Biochemiker am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg nun solche „Tarnkappen“ gefunden. Bestätigt sich die Vermutung der Forscher, würde das den Weg zu völlig neuen Behandlungen von Herpes-Infektionen eröffnen.

Das zu den Herpesviren zählende Epstein-Barr-Virus (EBV) gilt als Ursache für die in Südost-Asien verbreiteten Nasen- Rachenraum-Karzinome, für die Burkitt-Lymphome in Afrika und für die sogenannten Hodgkin-Lymphome, einem bösartigen Lymphdrüsenkrebs in der Halsregion.

Um eine üblich ablaufende Herpes-Infektion handelt es sich dabei allerdings nicht. Denn bei ihrer Vermehrung, die letztlich zum Platzen und Auflösen der Wirtszelle führt, produzieren Herpesviren gewöhnlich bestimmte Eiweißstoffe, die auch das Immunsystem erkennt. EBV produziert in Tumorzellen offensichtlich kein Vermehrungsprotein, wodurch das Immunsystem „blind“ und inaktiv bleibt. Stattdessen wurden in den infizierten Krebszellen erstmals sogenannte Mikro-RNAs (miRNAs) nachgewiesen, die vom Virus stammen (Pfeffer, S. et al., 2004 Science 304, 734-736). Die ersten miRNAs entdeckten Forscher vor zehn Jahren in Würmern. Seither sind über 100 dieser Moleküle in Fliegen, Pflanzen und menschlichen Zellen bekannt geworden. Vermutet wird, dass die aus nur 22 Bausteinen zusammengesetzten miRNAs bei der Umsetzung genetischer Baupläne in Proteine deren Zusammenbau und Funktion kontrollieren und steuern. Möglicherweise machen das auch die fünf in EBV infizierten Zellen gefundenen miRNAs. „Wir vermuten, dass diese Moleküle den Aufbau von Proteinen verhindern, die das Virus für das Immunsystem erkennbar machen“, sagt Grässer und sieht darin auch eine Erklärung dafür, weshalb sich infizierte Tumorzellen nicht auflösen.

Mit Hilfe molekularbiologischer Methoden wollen die Forscher nun die miRNAs eliminieren. Sollte sich dann zeigen, dass die Viren vom Immunsystem erkannt werden und sich parallel dazu so stark vermehren, dass die Tumorzellen platzen, ergäbe sich daraus erstmals ein unmittelbarer Ansatz zur Behandlung der genannten Tumoren. Da das von den miRNAs verhinderte Eiweißmolekül in ähnlicher Struktur auch im Herpes simplex-Virus vorkommt, hofft Susanne Bailer auch auf neue Therapie-Möglichkeiten von Lippen-Herpes. „In diesem Falle würde man den umgekehrten Weg gehen und würde vielleicht synthetische miRNAs geben, um die für die Virusvermehrung zuständigen Proteine auszuschalten. Dadurch wären die Herpes simplex-Viren für das Immunsystem wieder unsichtbar, und eine Abwehrreaktion würde möglicherweise eingedämmt werden können“, vermutet die Homburger Biochemikerin.

Noch bleibt alles Zukunftsmusik. Doch hat die vom Fachmagazin „Science“ im April vorgestellte Entdeckung der Homburger Forscher den Weg zu einem besseren Verständnis der Regulierung von Herpes-Infektionen gezeigt. (kap)

Verbindung mit der Entstehung von Tumorerkrankungen:

Das Epstein-Barr-Virus wird auch mit der Entstehung verschiedener Tumorerkrankungen in Verbindung gebracht. Die viralen Faktoren, die zur Entstehung solcher EBV-assoziierten Tumoren führen, sind nur zum Teil bekannt. Auch eine unzureichende Immunerkennung EBV-infizierter Zellen, beispielsweise in Fällen von angeborener oder erworbener Immunschwäche wie Immunsuppression nach Organtransplantationen oder nach einer Infektion mit dem HI-Virus (AIDS), ist daran beteiligt. Dr. Thomas Dobner am Institut beschäftigt sich mit der Rolle eines der 11 Latenz-assoziierten viralen Proteine bei der Entstehung EBV-assoziierter Tumoren. In seiner Arbeitsgruppe werden Wechselwirkungen mit zellulären Proteinen identifiziert, die zur Tumorentstehung beitragen.

Derzeit gibt es keine verläßliche Therapie für klinisch auffällige, chronisch aktive EBV-Infektionen, die häufig zu malignen EBV-assoziierten Lymphomen führen. Auch eine sehr frühe Infektion mit EBV und genetische Prädisposition werden mit der Entstehung solcher Tumoren assoziiert.Quelle: http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/MMH/Forschung/Themen/EBV.htm

Infektiöse Agenzien:

Bei einigen Virusarten gilt eine Beteiligung an der Lymphomätiologie als gesichert (EBV,
HTLV1) (Zeeb und Blettner 2001). Bei einigen anderen sowie einem Bakterium gibt es
Hinweise auf eine Beteiligung, wobei die Datenlage jedoch nicht konsistent ist (HHV-8,
HCV, Helicobacter pylori).

Lymphom Subentitäten sind assoziiert mit :
• bestimmten Viren: EBV, HCV, HIV, HHV6, HHV8, Papilloma, Polyoma

Die Rolle des EBV beim Brustkrebs:

Im Forum www.erieping.de wurde folgendes beschrieben:

Auf Brustkrebszellen findet man meist zu wenige MHC class I Moleküle. Woran kann das liegen? Ein Grund könnte die Unterdrückung dieser Moleküle durch eine Epstein-Barr Virus Infektion sein. Denn für Epstein-Barr Viren ist diese Unterdrückung der MHC class I Moleküle typisch.  Siehe:  EBV und die Herunterregulierung der MHC class I Moleküle Guerreiro-Cacais AO 2007 Pappworth IY 2007.

Killerzellen erkennen Virus infizierte Zellen, weil sie einmal Virusproteine an der Oberfläche tragen, die als fremd erkannt werden und zum anderen die MHC class I Moleküle. Wenn eines von beiden fehlt, funktioniert dieser Abwehrmechanismus nicht.  

Viele Brustkrebszellen sollen Epstein Barr Virus, also EBV infiziert sein, ohne dass das mit der Krebsentstehung zu tun haben soll. Durch die Herunterregulierung der MHC class I Moleküle in EBV infizierten Zellen, könnten sie resistent gegen die Ausschaltung durch Natural Killers Cells, also die Killerzellen werden. Wenn die infizierte Zelle aber EBV Virus produziert, soll sie wieder empfindlich für die Natürlichen Killerzellen werden  Pappworth IY 2007.   

Weil so viele Brustkrebszellen mit EBV infiziert sind, soll auch die Behandlung mit Taxanen nicht greifen. Siehe EBV und Taxane und so soll sogar die Chemotherapie mit Taxanen weniger erfolgreich sein, als die mit Curcumin.    

Wie wirkt jetzt Beta-Interferon auf EBV Infizierte Zellen?

Beta-interferon kann die MHC class I Moleküle wieder hervorlocken und darauf beruhen neue Behandlungsansätze.

Wenn der Brustkrebs gegen die unter dem Link oben beschriebene Form der Behandlung resistent wird, steigt, schon bevor man das Wachsen der Metastasen beobachten kann, der Interleukin-10 Spiegel siehe weiter unten. Das ist ebenfalls typisch für eine EBV Infektion wie hier auf Deutsch auf einem Informationsportal für Zoonosen beschrieben wird.

Allerdings wird berichtet, dass die Antikörper mit denen die EBV Infektion von Brustkrebszellen nachgewiesen werden kann fälschlicherweise mit einem anderen für Tumorzellen typischen Antigen reagieren. Deshalb muss man darauf achten, dass die EBV Infektion nicht nur durch den Antikörper gegen EBNA1 nachgewiesen wird Murray PG 2006.

"Und während man bis jetzt immer glaubte, dass EBV nur im Menschen vorkommt, wurde mittlerweile herausgefunden, dass sich auch im Hund EBV Zeichen nachweisen lassen Chiou SH 2005.    Das ist interessant,  weil Frauen mit Hundekontakt ganz gehäuft erkranken, so dass die Frage im Raume steht, übertragen Hunde ein Brustkrebs auslösendes Agens Laumbacher B 2006! "

Eine typische Befundkonstellation ist eine nur leichte Erhöhung der Leberenzyme (AST, ALT) bei starker LDH Erhöhung. Der LDH/AST-Quotient ist daher hoch. siehe näheres hier: http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef2/lbef_ldh.htm

Multiple Sklerose (MS):

Ein neuer ganz heißer Kandidat für den Auslöser der MS ist der EBV:

14.09.2009: Epstein-Barr Virus und multiple Sklerose: Zusammenhang erhärtet, von Dr. Julia Rautenstrauch, Geschäftsstelle Deutsche Gesellschaft für Immunologie:
Seit 40 Jahren steht das Epstein-Barr Virus EBV im Verdacht, an der Entstehung und Unterhaltung von Autoimmunerkrankungen wie der multiplen Sklerose beteiligt zu sein. Beim 2nd European Congress of Immunology ECI 2009 in Berlin präsentiert Dr. Francesca Aloisi, Istituto Superiore di Sanità, Rom, neue Daten*, die den Zusammenhang erhärten. In den Hirnläsionen von Patienten mit multipler Sklerose wiesen die Wissenschaftlerin und ihr Team Nester von mit EBV infizierten B-Lymphozyten nach. Ähnliche Befunde wurden auch im erkrankten Gewebe von Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen erhoben. Weiter: http://idw-online.de/pages/de/news333498
Lesen Sie weiter auf der Seite Multiple Sklerose (MS):

 

Therapie - Tests:

Die Therapie erfolgt symptomatisch. Die Diagnose kann sicher nach einer Blutuntersuchung gestellt werden. siehe dazu die Seite EBV-Tests!

Die Inkubationszeit:

ist wechselhaft: wenige Tage bis zu 6 Wochen. übertragen wird das Virus durch Tröpfcheninfektion, vor allem von Mund zu Mund. Die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Krankheitszeichen kann recht unterschiedlich sein. Meistens beginnt das recht hohe und wechselhafte Fieber nach wenigen Tagen bis 2 Wochen. Es kann aber auch erst nach bis zu 6 Wochen auftreten. Die Ausprgung der Symptome ist vom Alter abhängig, weil das Immunsystem mitbetroffen ist. Bei kleinen Kindern kann das Pfeiffersche Drsenfieber wie ein schwerer fieberhafter Infekt verlaufen. Es kann aber auch fast ohne Symptome auftreten.

Reaktivierungen

Seit einigen Jahren weiß man sicher, dass EBV reaktivierbar ist wie alle Herpesviren. Vergleiche dazu den Aufsatz von Dr. V.von Baehr "Labordiagnostik chronisch persistierender Virusinfektionen": (www.fatigatio.de)

"Die frühere Lehrmeinung, dass die gut diagnostizierbaren Viren VZV und HSV durchaus klinisch apparent reaktivieren, CMV, EBV und HHV6 hingegen nicht, wurde immer konträr diskutiert und ist heute NICHT MEHR HALTBAR. Die Ursache für die Unsicherheiten stellten die unzureichenden labordiagnostischen Methoden dar."

weitere Links zum EBV: http://www.uni-regensburg.de und http://www.fachaerzte.com/ziegler/fachinformationen/ebvserologie.htm

Bei einer EBV-Reaktivierung und der chronischen Form gibt es völlig anders verlaufene und unterschiedliche Symptombilder:

Wäre das Epstein-Barr-Virus (EBV) von Beruf Manager, müsste man es als äußerst erfolgreich einstufen. Der Krankheitserreger fungiert als "global player", arbeitet extrem facettenreich und hat variable Strategien gegen Angriffe entwickelt. Im Kindesalter verläuft die Infektion mit EBV in der Regel asymptomatisch. Jugendliche und Erwachsene erkranken zu 30 bis 60 Prozent an infektiöser Mononukleose, dem Pfeiffer'schen Drüsenfieber. Leitsymptome sind Lymphknotenschwellungen, Pharyngitis und hohes Fieber. Die infektiöse Mononukleose kann in eine chronisch aktive Form übergehen, bei der die Symptome über Monate und Jahre hinweg bestehen bleiben. Die physische und psychische Leistungsfähigkeit der Patienten und die Lebensqualität sind stark eingeschränkt.

Einen langen Weg bis zur richtigen Diagnose gehen Betroffene, bei denen die EBV-Infektion atypisch verläuft. Lymphknoten-Schwellungen fehlen, im Vordergrund der Symptomatik stehen starke Müdigkeit, Aktivitätsverlust und diffuse Schmerzen. Nicht selten wird eine Hepatitis oder Fibromyalgie vermutet. Ursachen unterschiedlicher Verläufe sind noch ungeklärt. Lesen Sie weiter bei www.aerztlichepraxis.de/rw_4_Archiv_HoleArtikel_343839_Artikel.htm .Neueste Forschungsergebnisse aus den USA bringen jetzt aber für eine Reaktivierung einen neuen Virus-Mutanten als Auslöser ins Spiel. Lesen Sie darüber weiter auf der CFS-Seite.

Einen typischen Infektionsverlauf gibt es also nicht, lassen Sie sich nicht einreden, Sie könnten kein EBV haben, weil es nicht so verläuft, wie viele gewohnt sind und wie es bis jetzt immer beschrieben wurde. Es gibt Erstinfektionen, Reaktivierungen und chronische latente Verläufe.Lesen Sie dazu auch unten die Infektionsserologie über die richtige EBV-Serologie, denn eine Reaktivierung erkennt man nur an einem Parameter der Serologie, der EA (early antigen):

Behandlung:

Schulmedizinisch gibt es da nicht wirklich Hilfe. Es gibt zwei oder drei sehr teure Virusstatika, die aber enorm starke Nebenwirkungen haben. Das eine Mittel soll knochenmarksschädigend sein, das andere nephrotoxisch. Außerdem sind nicht die Viren an sich das Problem, sondern die Verwüstungen, die sie im Immunsystem hinterlassen, und die kann man lt. Erfahrungsberichten mit keinem dieser beiden Mittel beseitigen.

Daher wenden viele aus den speziellen Foren erfolgreich alternative Mittel an, ganzheitliche Behandlung, wie hier auf der Page angegeben und darüber hinaus. Besonderen Augenmerk sollte auf allgemeine Herpesbehandlung gelegt werden mit z.B. L-Lysin, Rhus Tox, empfehlenswert dazu die Lektüre über die Wirkung der LM-Potenzen bei Homöopathie.

Auszug dazu aus http://www.g-f-v.org, der Gesellschaft für Virologie:
Eine Infektiöse Mononukleose wird nicht ursächlich behandelt. Man versucht die Symptome zu behandeln, nicht das Virus selbst. Antibiotika sind nicht hilfreich, da Antibiotika gegen Viren nicht helfen. Sie sind sogar schädlich (siehe Komplikationen). Es gibt eine Reihe von Medikamenten die gegen EBV im Reagenzglas wirken können aber im Menschen die Symptome leider weder abschwächen noch verkürzen oder verhindern konnten. Ausnahmen könnten die Patienten mit schwer gestörtem Immunsystem darstellen (AIDS, Transplantation). Diese Medikamente haben erhebliche Nebenwirkungen und kommen für Menschen ohne schwer gestörtes Immunsystem nicht in Frage.

Differentialdiagnose:
Neben Epstein-Barr Virus können auch andere Viren die Symptome einer Mononukleose verursachen z.B. Streptokokkeninfektionen, das Zytomegalievirus (CMV), die Toxoplasmose, oder eine akute HIV-Infektion.


Für Ärzte:

Grundlagen der Immunologie für den praktischen Arzt:

http://www.medizin.uni-greifswald.de/immun/broschuere_marseille.html

Wer soll das überblicken - die Fülle der Forschungsergebnisse in der Immunologie? Was gibt es eigentlich für wesentliche Fortschritte in der Medizin nach so vielen Nobelpreisen? Wann und wie halte ich mich auf dem Laufenden? Wesentliche Fragen aller praktisch tätigen Ärzte, die möglichst kurz zu beantworten sind (1, 2).
Die Immunologie ist ein Querschnittsfach, d.h. sie spielt in allen klinischen Fachdisziplinen eine Rolle. Hier ergibt sich Problem Nr. 1: Es eröffnet sich eine große Diversität fachspezifischer Besonderheiten - von der Dermatologie bis zur Neurologie, von der Impfprophylaxe bis zur Stammzelltransplantation.

Weitere Links zum EBV:

Spezielles EBV/CFS-Forum: http://ichbinsomü.de/Forum/

Labordiagnostik chronisch persistierender Herpesvirus-Infektionen: http://www.fatigatio.de/

http://www.krebsinformation.de/Fragen_und_Antworten/viren.html

Eine deutsche Seite zum Glutathionsmangel http://www.wissenschaft-unzensiert.de/med1_5.htm:
Reduziertes Glutathion bei Quecksilber- und Schwermetallintoxikationen.

Stoffwechselmechanismus:

Anorganisches Quecksilber (Hg2+) bewirkt einen Abfall von reduziertem Glutathion[1] (GSH) in Leber und Niere und anderen Organen, da sich das Quecksilber an die in ihr enthaltenen Sulfhydrylgruppen bindet. Es kommt nach Aufnahme von Hg zu einem Anstieg von stabilen Lipidperoxidations­produkten der LDL-Partikel oder auch des Malondialdehyds (MDA) in der Leber und Niere sowie zu einem verringerten Spiegel von Vitamin E und C in der Folge. Dehydroascorbinsäure wird durch Glutathion wieder zu Ascorbinsäure umgewandelt.

Presseberichte:

Probiotische Bakterien: Immunsystem in Schwung

London (ddp). Nach exzessivem Sport können probiotische Bakterien dem erschöpften Immunsystem wieder auf die Beine helfen. Das haben australische Forscher in einer Studie mit acht ausgepowerten Sportlern gezeigt, in deren Blut die Menge eines natürlichen Virenkillers deutlich reduziert war. Bereits nach einem Monat Behandlung mit Milchsäurebakterien normalisierte sich der Wert wieder, entdeckten die Wissenschaftler.

Ob die gestärkte Körperabwehr jedoch tatsächlich besser mit den bei Sportlern häufigen Atemwegsinfekten fertig wird, können die Wissenschaftler um Robert Clancy von der Universität von Newcastle noch nicht sagen. Sie stellen ihre Studie in der Fachzeitschrift «British Journal of Sports Medicine» vor (Bd. 40, S. 351). Wer gesund bleiben will, soll sich körperlich bewegen, empfehlen Ärzte. Sport kann nicht nur den Stoffwechsel anregen, Übergewicht vorbeugen und das Herz-Kreislauf-System fit halten, sondern kurbelt laut einer ganzen Reihe früherer Studien auch das Immunsystem an.

Doch wer es übertreibt, erreicht genau das Gegenteil: Zuviel Training auf einem zu hohen Niveau belastet den Körper so stark, dass er seine Leistungsfähigkeit verliert und anfällig für Infektionen wird. Insbesondere chronische oder immer wiederkehrende Atemwegsinfektionen wurden bereits häufig mit intensivem Sporttraining in Verbindung gebracht. Mitverantwortlich für diese Immunschwäche scheint die verminderte Produktion eines Abwehrproteins namens Interferon gamma zu sein, konnten Clancy und seine Kollegen nachweisen, als sie die Blutwerte von erschöpften Sportlern mit denen von fitteren Athleten verglichen. Eine Folge dieses Mangels: Bei fünf der acht untersuchten erschöpften Sportler gelang es dem Immunsystem nicht mehr, die so genannten Epstein-Barr-Viren, die 98 Prozent aller Erwachsenen im Körper tragen, unter Kontrolle zu halten. Diese Viren, Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers und anderer Atemwegserkrankungen, bleiben nach einer Infektion normalerweise ähnlich wie Herpes-Viren in einem Ruhezustand und werden nur dann wieder aktiv, wenn die Körperabwehr geschwächt ist. Ihre Anwesenheit im Speichel ist daher ein typischer Hinweise auf ein geschwächtes Immunsystem. Der Interferonmangel ließ sich durch eine einmonatige Kur mit Milchsäurebakterien vom Typ Lactobacillus acidophilus beheben, zeigte eine weitere Untersuchung. Solche probiotischen Mikroben siedeln sich im Darm an und verdrängen krankmachende Keime oder solche, die das Gleichgewicht der Darmflora stören. Die Therapie führte außerdem dazu, dass sich nur noch bei einem der Sportler Epstein-Barr-Viren im Speichel nachweisen ließen. Die Wissenschaftler wollen nun überprüfen, ob der Ansatz auch bei anderen Arten von Erschöpfung eine positive Wirkung erzielt. Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/265474.html

Anmerkung: Rechtsdrehender LC1-Jopghurt ist schön und gut, wenn man noch nicht krank ist, ansonsten sollten die Bakterienstämme schon hochdosiert genommen werden. Nach einer sehr aufklärenden Sendung im TV über Joghurt und deren Herstellung hat sich nämlich herausgestellt, dass sich von den zugesetzten Bakterien im LC1 viel zu wenig darin befinden. Außerdem wird der Joghurt noch wärmebehandelt.

aktualisiert 20.4.10

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