Selbsthilfegruppe für Bornavirus, Borreliose und Co-Infektionen

Babesiose:

es werden Babesien (Piroplasmen) von Zecken übertragen und befallen die roten Blutkörperchen. Typisch ist sehr starker Nacht- bzw. Schlafschweiß. Siehe dazu weitere Infos: http://www.medizinfo.de/waldundwiese/babesiose.htm

Symptome:

Babesia caballi:

Fieber, Apathie, Tränenfluss, Schwellung der Augenlider, erhöhte Atem- und Pulsfrequenz aus http://www.dieterhassler.de/index.php?id=67

Hier steht es auch noch mal sehr gut beschrieben: http://www.zecke.ch/files/baxter_Viren_Tularaemie_Babesiose.pdf

Bartonellen

Infos dazu siehe hier: http://www.antibiotikamonitor.at/5_03/5_03_1.htm

Ehrlichiose

sowie Babesiose und Bartonellen gehörten früher zur Familie der Rickettsien, Katzenkratzkrankheit. Sie alle sind oft Mischinfektionen mit Lyme-Borreliose und zählen ebenfalls zu den Zoonosen = Übertragung auch durch Hunde, Katzen, Pferde)

Ehrlichien gehören der Familie der Rickettsien. Eine Infektion beim Menschen ist als HME bekannt (Humane monozytäre Ehrlichiose). Eine Übertragung von Hund zu Mensch ist nur durch direkten Blutkontakt möglich.

Anaplasmen gehören ebenfalls der Familie der Rickettsien an und sind wie die Ehrlichen ebenfalls den Bakterien zuzuordnen.  Eine Infektion beim Menschen ist als HGE (Humane Granulozytische Ehrlichiose) bekannt.
Anaplasma Phagocytophilum sind Rickettsien verwandte Bakterien, die in den neutrophilen Granulozyten liegen und werden durch Ixodes Ricinus (Holzbock) übertragen. 
Anaplasmen und Borrelien Infektionen weisen eine ähnliche klinische Symptomatik.

Doppelinfektion Borreliose / Ehrlichiose: In Endemiegebieten, in denen auch die gefährlichere Lyme-Borreliose durch Zecken übertragen werden kann, besteht die Gefahr von Doppelinfektionen mit Ehrlichia und Borrelia burgdorferi. Während der Standardtherapie mit Antibiotika kann die Ehrlichiose eine gleichzeitig manifeste Borreliose überdecken. Nach Auskunft eines Referenzlabors für Borreliose soll die Ehrlichiose, die wir in Deutschland haben, entschieden milder verlaufen als in Nordamerika, bei uns fallen den Betroffenen oft nicht mal die Symptome auf. Meist klingen die Krankheitssymptome unter der Behandlung mit einem Breitbandantibiotikum in wenigen Tagen ab.

Die spezifische Zellaffinität:

Ehrlichien sind kleine, obligat intrazellulär lebende, gramnegative Bakterien. Die verschiedenen Arten haben im Laufe der Evolution eine spezifische Zellaffinität entwickelt. Einige leben ausschließlich in Granulozyten, andere nur in Monozyten. Eine Art, die allerdings (soweit wir wissen) beim Menschen nicht vorkommt, lebt in Thrombozyten. Sie gehören zur Familie der Rickettsien.

Ältere, klassische Systematik, eine ältere Klassifikation, welche man aber noch oft in der Literatur findet:

Rickettsiaceae: (Diese Familie wird hierbei in drei Gruppen unterteilt)

  • Rickettsieae mit den Gattungen: Rickettsia, Rochalimaea, Coxiella

  • Ehrlicheae mit den Gattungen: Ehrlichia, Cowdria, Neorickettsia

  • Wolbachieae mit den Gattungen: Wolbachia, Rickettsiella

(Quelle: Wikipedia)

Ehrlichiose:

granulozytäre Form: Human granulozytic Ehrlichiosis (HGE)

Die HGE wird von einer noch unbenannten Ehrlichienart verursacht, die nahe mit E. phagozytophila und E. equi verwandt ist. Vektoren sind nach derzeitiger Kenntnis vor allem Ixodes-Zecken , die auch Hauptüberträger der Borreliose sind. Die Zecken bleiben, wenn sie den Erreger bei einer Blutmahlzeit an einem bakteriämischen Wirt aufgenommen haben, transstadiell infiziert und geben die Ehrlichien bei der nächsten Blutmahlzeit weiter, weil diese in den Speicheldrüsen der Zecken persistieren. Reservoire sind unter anderem Schafe, Weißwedelhirsche (Odocileus virginianus, das amerikanische Äquivalent unserer Rehe), aber auch Mäusearten wie Peromyscus leucopus (Weißfuß-Hirschmaus) und Wühlmäuse (Walker 1997).

Akute Erkrankungen wurden fast ausschließlich in den Sommermonaten beobachtet.

Leitsymptome der HGE (nach Walker)

Fieber 100%

Myalgien 98%

Rigor 95%

Gewichtsabnahme 37%

Schwindel 39%

Erbrechen 34%

Lymphknotenschwellungen 2%

Durchfälle 10%

Leibschmerzen 8%

Verwirrtheit 17%

Exanthem 2%

Leukopenie 50%

Thrombopenie 92%

Transaminasenerhöhung 91%

53% der bisher bekannten Patienten wurden hospitalisiert, 5% starben.

Nicht immer verläuft die HGE spontan limitiert. Schwere Komplikationen inklusive letaler Verläufe wurden wie bei der HME bekannt. Neben neurologischen Komplikationen bis hin zur Meningitis in der Akutphase konnten auch Panzytopenien durch Befall der Vorläuferzellen im Knochenmark beobachtet werden (Klein 1997).

Da die Erkrankung chronisch verlaufen kann, sind rekurrierende Fieberschübe mit schweren Allgemeinsymptomen gelegentlich zu beobachten. Bei einem eigenen Fall konnten wir nachvollziehen, daß sich der Betroffene 1990 in Kansas/USA nach multiplen Zeckenstichen infiziert hatte. Über acht Jahre traten die Fieberschübe zunächst etwa in vierzehntägigem Abstand, später etwa alle zwei Monate auf. Immer wieder wurden umfangreiche serologische und klinische Untersuchungen veranlaßt, die keinerlei tragfähige Diagnose erbrachten. Erst im August 1998 konnte durch Nachweis spezifischer Antikörper und Bestätigung mit dem Westernblot die Ätiologie geklärt werden. Nach dreißigtägiger Doxycyclintherapie wurde der Patient erstmals seit Jahren wieder beschwerdefrei.

Tests:

Die Diagnose von Ehrlichiose wird meines Wissens nach derzeit nur von wenigen spezialisierten Labors durchgeführt. Der Nachweis erfolgt über Zellkulturverfahren oder die Vermehrung spezifischer DNA-Abschnitte des Erregers bzw. Antikörpernachweis. Der Nachweis von Rickettsien wird ebenfalls serologisch über Antikörpertiter geführt.

siehe dazu auch:

http://www.laborzentrum.org/lvz-inhalt.htm alle Tests mit guter Beschreibung

http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/e/Ehrlichiose.htm

http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-k/2291.pdf

Bartonellen

Infos dazu siehe hier: http://www.antibiotikamonitor.at/5_03/5_03_1.htm

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