Borrelioseselbsthilfegruppe

Selbsthilfegruppe für Borreliose, Bornavirus und Co-Infektionen

Weitere Informationen

CFS - chronic Fatique Syndrom - chronisches Müdigkeitssyndrom

Lt. neuen Erkenntnissen auf dem International Symposium on Viruses in CHRONIC FATIGUE SYNDROME, & POST-VIRAL FATIGUE, JUNE 22 & 23, 2008 sind massgeblich beteiligt an der Entstehung von CFS:

Bornavirus, EBV, HHV6, Retrovirus XMRV, Toxoplasmose, Enterovirus, Parovirus, Chlamydien.

Da auf diesem Kongress nur Virologen waren, kommen die Borrelien darin nicht vor in der Aufzählung, man darf aber sicher annehmen, dass die durchaus beteiligt sind, denn auf anderen Kongressen werden die Spirochäten, insbesonder Rickettsien als Mit- oder Verursacher genannt.

(CFS) wird im Deutschen Sprachraum mit Chronisches Müdigkeitssyndrom oder Chronisches Erschöpfungs- Syndrom übersetzt. Der Name allerdings passt überhaupt nicht und wurde irgendwann mal leichtfertig kreiert, wo man sich darüber noch garnicht richtig auskannte. Das Chronic Fatigue Syndrom ist ein klinisch definiertes Krankheitsbild: Chronisches Müdigkeits Syndrom, Postvirales Ermüdungssyndrom, Postinfektiöse Enzephalitis, Myalgische Enzephalitis, Fibromyalgie. Der beste Name, ist wohl Myalgic encephalomyelitis, der Name wird am häufigsten in Europa verwendet.

Die neueren CFS Forschungsansätze verweisen immer stärker auf virale Ursachen bzw. genetische Prädispositionen, mit diesen Viren umzugehen. CFS verbreitet sich auffallend, denn in den einschlägigen CFS- und EBV-Foren wird ein ganz eindeutiger Anstieg ab ca. 2003/04 registriert, also Zunahme in den letzten 6 Jahren, Schwerpunkt letzte 3 Jahre, die Frage ist offen, warum ab da dieser steiler Anstieg.

CFS ist immer ein komplexes Krankheitsbild, das als Chronische Infektionen mit Beteiligung von Viren wie Bornavirus, Herpesviren und Bakterien wie Lyme-Borreliose und mit Rickettsien, Mycoplasmen Babesien, Mikrokokken und anderen bakteriellen Infektionen erscheint. Wenn ein Erreger als Infektion allein auftreten würde, könnte man die schnell heilen.

Das Problem scheint zu sein, dass der Zusammenhang mit Symptomen gar nicht erst hergestellt wird. Wer denkt bei Migräne oder Rückenproblemen schon an endogenen Zoster. Die Medizin verharrt in Einzelsymptombeobachtung. Das Problem liegt anscheinend darin, dass mit konventionellen Diagnose- und Anamnesrastern an das Problem herangegangen wird und der Zusammenhang in Form eines "Netzdenkens" der Einzelfälle nicht hergestellt wird.

http://www.diagnostisches-centrum.de/

Symptome

A: Hauptkriterien

1. Schwere Abgeschlagenheit mit Reduktion der üblichen Aktivität um 50% für die Dauer von mindestens sechs Monaten

2. Ausschluß aller anderen Erkrankungen, die zu 1. Führen können

B: Nebenkriterien

1. Mäßiges Fieber oder Frösteln

2. Rachenentzündung

3. Lymphadenopathie

4. Allgemeine Muskelschwäche

5. Muskelschmerzen

6. Erhebliche, vormals nicht erlebte Erschöpfung nach Anstrengungen

7. Generalisierte Kopfschmerzen, die sich in der Häufigkeit und Schwere von Kopfschmerzen, wie sie vor der Erkrankung auftraten, unterscheiden

8. Gelenkschmerzen ohne Rötung und Schwellung der Gelenke

9. Neuropsychiatrische Beschwerden (Lichtscheue, Gesichtsfeldausfall, Vergeßlichkeit, Reizbarkeit, Denk- und Konzentrationsschwäche, Depresionen, Verwirrtheitszustände

10. Schlafstörungen (Sowohl Schlaflosigkeit, als auch gesteigertes Schlafbedürfnis)

Das Krankheitsbild CFS ist in seiner Komplexität so umfassend, das hier nur oberflächlich darauf eingegangen werden kann. Der englische Begriff Fatigue (= Müdigkeit) steht für das Hauptsymptom, weist aber nicht auf die vielfältigen anderen Symptome hin. Um der Tragweite der mannigfaltigen Einschränkungen gerecht zu werden ist der Begriff "Chronisches Erschöpfungssyndrom" eher angebracht. Wobei angeborene Immunitätfunktions-Störung die genauerer Bezeichnung für CFS ist. CFS ist ein Biologisches, kein psychologisches Problem! CFS ist durch eine anhaltende geistige und körperliche Erschöpfung/ Erschöpfbarkeit und eine Reihe zusätzlicher, individuell unterschiedlicher Symptome gekennzeichnet wie: Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwellung der Lymphknoten, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen, Nervenzuckungen, Kribbeln auch am ganzen Körper, Schlafstörungen und nichterholsamer Schlaf, Ohrgeräusche, Sehstörungen, Allergien subfebrile Temperaturen und Vieles mehr.

Das ernsthafte chronische Leiden entwickelt sich bei der Mehrheit der Kranken schlagartig nach einem benennbaren Ereignis, also negativer Stress, ein schlimmes Erlebnis, steht hier wieder ganz vorne bei den Auslösern.

Einige berichten von einer schleichenden Verschlechterung ihres Allgemeinzustandes.

Die Beschwerden können über Jahre hinweg anhalten.

Ursachen und Krankheitsmechanismen des CFS sind biologischer Art. Immunfehlfunktionen oder -defekte, Viren, Operation, hormonelle Störungen, Impfung, Pilze, anhaltender Stress, psychische Faktoren, oder Umweltgifte werden international als Auslöser diskutiert.

CFS ist eine ernsthafte, schwere, heimtückische Krankheit, eine das Leben dramatisch beinflussende Krankheit!

Störung des limbischen Systems (Bornavirus) und des Immunssystems vermutlich Kern der Erkrankung!

CFS wird heute verstanden als Fehlfunktion der neuroendokrinen Achse mit autoimmunitären, allergischen und chronisch persistierenden Prozessen.

Zu diesem Schluss kommt auch folgender Artikel: http://www.diagnostisches-centrum.de/

Hier heisst es: Das Chronische Erschöpfungssyndrom kann als Dysbalance zwischen Nervensystem, Endokrinum, Immunsystem aufgefasst werden.

Aufgefallen ist mir dieser Abschnitt daraus.: Die verschiedenen Laborbefunde und Symptome, die beim chronischen Erschöpfungssyndrom nachweisbar sind, lassen vermuten, dass bei diesen Patienten letztlich eine Störung des limbischen Systems vorliegt. Das limbische System kann auch als die Kontrollinstanz des Hypothalamus bezeichnet werden und spielt daher eine wichtige Rolle bei der Regulation des Neuroendokriniums und des Immunsystems. Das chronische Erschöpfungssyndrom kann als Dysbalance zwischen Nervensystem, Endokrinium, Immunsystem aufgefasst werden. " weiteres Infos und Behandlunsmöglichkeiten im obigen Link.

Das limbische System ist der Hauptsitz des Bornavirus, ebenfalls können Lyme-Borrelien der Neuroborreliose sich dort einnisten und ähnliche Symptome /Schäden wie der Bornavirus dort verursachen.

Erbliche Faktoren:

aus http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_psyche

Ergebnisse der größten Studie zum chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS) lassen vermuten, dass spezifische Gene und Genmuster bei der Entwicklung der Krankheit beteiligt sind. Eine neue Studie weist darauf hin, dass CFS-Patienten andere Genaktivitätslevel haben. Forscher des Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta wiesen erstmalig nach, dass CFS-Patienten verschiedene Gene besitzen, die mit Teilen der Hirnaktivität verbunden sind, die die Stressantwort vermitteln. Diese Patienten hatten andere Genaktivitätslevel. Demnach stehen die Genmuster mit der körperlichen Fähigkeit, sich Anforderungen und Stress wie Infektionen, Verletzungen, Traumen oder widrigen Ereignissen anzupassen, in Verbindung. Die Befunde basieren auf klinischen Untersuchungen, Bluttests einschließlich genetischer Untersuchungen und der Aktivitätsbestimmung von 20.000 Genen an 227 CFS-Patienten. Dies sei der erste glaubwürdige Beweis für eine biologische Basis der Krankheit, so die Forscher. Ergebnisse veröffentlichte das Journal „Pharmacogenomics“.

Außerdem aus o.g. Links:

Fragebogen CFS - Chronic Fatigue Syndrome aus den USA:

Information über die Gegenwart und den Schweregrad (von 0 bis 10) von 12 Anzeichen bezogen auf CFS mit einem Bereich von 0 (kein Schmerz oder Problem) zu 10 (sehr schwerwiegend) für jedes beachtete Anzeichen. Der Patient sollte diesen Fragebogen vor einem Termin bei einem Arzt ausfüllen: Die vom Patienten gegebenen Antworten sollten typisch sein für einem typischen Tag im letzten Monat:

Die 12 Fragen, zu bewerten von 0 bis 10, waren:

  • (1) wie stark ist die Erschöpfung, Müdigkeit, Schlappheit?

  • (2) wie viele Beschwerden haben Sie mit Halsschmerzen oder Halsentzündungen?

  • (3) wie schwerwiegend sind Kopfschmerzen?

  • (4) wie groß sind die Problem mit schmerzenden Augen, verschwommenes Sehen oder leichte Empfindlichkeit?

  • (5) wie groß sind die Probleme mit Unterleibsschmerzen oder Blähungen?

  • (6) wie groß sind die Probleme mit Schmerzen in Ihren Lymphknoten?

  • (7) wie groß sind die Probleme mit Depression, Stimmungsänderungen oder Panikattacken?

  • (8) wie groß sind die Probleme mit Schmerzen in Ihren Muskeln?

  • 9) wie groß sind die Probleme mit ist Gedächtnisverlust oder Gedächtnis- und Konzentrationstörungen?

  • (10) wie groß sind die Probleme mit schlechtem Schlaf, Schlaflosigkeit oder Unerholtsein nach dem Aufstehen?

  • (11) wie groß sind die Probleme mit Taubheit, Kribbeln, Schwindel oder Gleichgewichtsproblemen?

  • (12) wie groß sind die Problem mit Schmerzen in Ihren Gelenken?

Darüber hinaus berichten Patienten von:

  • leichtem Fieber,

  • Verlust an Libido

  • reizbaren Gedärmen

  • schlechter funktioneller Status

  • neurocognitive Störungen

  • Schwellung oder Vergrößerung der Lymphknoten, alias Lymphadenopathie

  • Myalgias - Muskelschmerzen

Im Forum www.chronische-infektion.de berichten Besitzer von bornapositiv getesteten Pferden über Symptome, die auch zum CFS gehören und nicht als reine Bornasymptome beschrieben werden wie: absolute Antriebslosikeit, Vergesslichkeit, plötzliche beginnendes falsches Zusammensetzen von Wörtern beim Sprechen, andere auch beim Schreiben, große Konzentrationsschwäche, Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, Kribbeln, hexenschussartige Phasen, Depressionen, die mit Krankschreibungen, Kur und Psychopharmaka behandelt wurden. Ferner messerstichartige Kopfschmerzen durch Auge, Druck im Kopf beim Bücken, Lympfknotenschwellungen, Sehstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen.

Das alles sind Mischsymptome von Borna, Borreliose und Herpesviren, insbesondere dem EBV und dem Varizellen-Zoster, aber sicher auch noch andere. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das ca. 90 % der Pferde latent oder akut Herpesviren haben, auch den EHV2, der in die gleiche Gruppe gehört wie der EBV beim Menschen. Nach neuesten Erkenntnissen ist das Bornavirus mitbeteiligt beim VFS, aber erst der neue Test, der Antigene des Virus findet, gibt hier nähere Aufschlüsse. Genau ist das aber alles noch nicht erforscht, jedenfalls ist beim CFS ein Komplex von Viren und Bakterien beteiligt wie z.B. Bornavirus, die Neuroborreliose, der Varizellen-Zoster-Viurs, CMV etc. Eine genetische Komponente, Vererbung, z.B. Defekte in der Arbeit des Immunssystems kommt auch oft noch dazu.

CFS ist auch eine Zoonose

Nach neuen Erkenntnissen und den Erfahrungswerten aus obigen Forum ist CFS auch eine Zoonose. Wir haben es also mit einer Kombination von Viren und Bakterien zu tun, die artenübergreifend sind: Borna, Herpesviren und hier besonders der EBV und der HHV6 und Bakterien z.B. von der Staphilococcus Art. Wir können uns bei den Tieren anstecken und wahrscheinlich auch umgekehrt. In der Diskussion sind hier Pferde, Katzen, Hunde und Vögel. Näheres hier zu lesen von dem Tierarzt Walter Tarello, der massgeblich hier in der Forschung beteiligt ist (in englisch): http://www.horsequest.com/journal/health/fatigue.html

CFS bei Haustieren:

http://www.anapsid.org/cnd/pets/cfspets.html - hier eine Zusammenfassung im einzelnen für Hund, Katze und Pferd, wo erläutert wird, dass die Erkrankungen der Haustiere unmittelbaren Einfluss auf das Chronic Fatique Syndrom bei Menschen haben.

Ebenso sollte Zöliakie grundsätzlich bei CFS ausgeschlossen werden!
http://www.aafp.org/afp/20030115/letters.html

Zöliakie ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und da sie oft nicht in der typischen Form auftritt (Durchfall, Gewichtsverlust), wird sie zu selten diagnostiziert. Man schätzt, dass die erkannten Fälle nur die Spitze eines Eisbergs darstellen. Eine langfristig nicht erkannte Zöliakie (bei mir wahrscheinlich ca 40 Jahre) kann sich in jedem Organ, in jedem Gewebe manifestieren. Das ist der Grund für die mannigfaltigen Beschwerden.

Zitat: Zu den atypischen Manifestationen der einheimischen Sprue zählen inzwischen nicht nur internistische Krankheitsbilder wie Leber- und Gelenkerkrankungen, sondern auch gynäkologische, dermatologische und neurologische Erkrankungen. Daneben sollte das erhöhte Risiko einer einheimischen Sprue immer bei Vorliegen eines Diabetes mellitus Typ 1, eines IgA-Mangels und anderer autoimmuner Erkrankungen bedacht werden. http://www.thieme-connect.com/ejournals/...2004-831379.pdf

Glutathionsmangel bei CFS und EBV

Der amerikanische Spezialist Dr. Cheney hat festgestellt, das die Betroffenen alle einen Glutathionsmangel aufweisen:

Glutathionmangel hat zwei Hauptimplikationen: detox Ausfall und Viren-/Mikrobenaktivierung. Glutathion spielt eine Hauptrolle in den Entgiftungbahnen. Dieser Mangel hindert die Fähigkeit des Körpers, Giftstoffe, ob umweltsmäßig oder Nebenerscheinungen des zellularen Metabolismus loszuwerden. CFS-Patienten werden langsam giftig und speichern Umweltgifte im fetthaltigen Gewebe, Muskeln, Organe und im Gehirn. Glutathion ist auch eine leistungsfähige Antiviren- und antibiotische Waffe. Glutathionmangel erzeugt einen starken Pro-Vireneffekt und verhindert die antibiotische und antivirische Verteidigung. Während das Vorhandensein von Glutathion Viren und intracelluare Organismen hemmt, regt seine Abwesenheit sie an. Glutathionmangel vergrößert die Virenreproduktion.

Eine deutsche Seite zum Glutathionsmangel: Reduziertes Glutathion bei Quecksilber- und Schwermetallintoxikationen.

http://www.wissenschaft-unzensiert.de/med1_5.htm:

Stoffwechselmechanismus:

Anorganisches Quecksilber (Hg2+) bewirkt einen Abfall von reduziertem Glutathion[1] (GSH) in Leber und Niere und anderen Organen, da sich das Quecksilber an die in ihr enthaltenen Sulfhydrylgruppen bindet. Es kommt nach Aufnahme von Hg zu einem Anstieg von stabilen Lipidperoxidations­produkten der LDL-Partikel oder auch des Malondialdehyds (MDA) in der Leber und Niere sowie zu einem verringerten Spiegel von Vitamin E und C in der Folge. Dehydroascorbinsäure wird durch Glutathion wieder zu Ascorbinsäure umgewandelt.


Auch bei Multiple Sklerose (MS) spielen o.a. neue Mutanten und anscheinend auch Tierviren eine Rolle:

Es gibt in den Foren oft Berichte von CFS-Betroffenen, wo dann MS festgestellt wird. Die ungleiche Verteilung von z.B. MS Fällen kann damit zusammenhängen, dass die Viren oder Bakterien von Tieren wie Milchkühen oder Hunden verwandt scheinen. In einem Fallbeispiel zeigten Inseln im Nordatlantik, der von MS frei war, dass ein hohes Auftreten von MS, die einige Jahre später auftrat, nachdem Armeegarnisonen für eine Weile auf der Insel gewesen waren und die Betroffenen in einem von den Armeemitgliedern oder ihren begleitenden Hunden oder anderem Vieh getragenes ansteckendes Mittel verwickelt waren. Ebenso steht die Nervenversion der Lyme-Borreliose-Erreger (B-garninii) in Verdacht, eine Initiierung der MS zu fördern, wenn sie auch nicht als alleinige Ursache dazu angesehen wird. Quelle: (http://www.itmonline.org/arts/msalsmg.htm)

Ein neuer ganz heißer Kandidat für den Auslöser der MS ist der EBV, der Epstein-Barr-Virus, der zur Familie der Herpesviren gehört:

Auszug aus: http://www.focus.de/gesundheit/news/multiple-sklerose_aid_108451.html vom 3.5.06

Das Epstein-Barr-Virus, das die Kusskrankheit, das Pfeiffersche Drüsenfieber, hervorruft, ist vermutlich indirekt Auslöser für Multiple Sklerose. Forscher der Rockefeller Universität in New York sind einen großen Schritt weitergekommen, die Entstehung und Verschlimmerung von Multipler Sklerose zu verstehen. Sie haben entdeckt, welche Rolle das Epstein-Barr-Virus dabei spielt.

Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem die Nervenzellen im eigenen Körper angreift. Die Wissenschaftler Jan Lünemann und Nancy Edwards haben jetzt entdeckt, dass MS-Patienten bestimmte T-Immunzellen in sich tragen, die besonders heftig auf das Epstein-Barr-Virus reagieren, und dadurch den Startschuss für MS geben.

Übereifrige Immunzellen

„Die Veranlagung zur Multiplen Sklerose wird vererbt, aber Virusinfektionen können die Krankheit in Gang setzen. Und das Epstein-Barr-Virus ist dafür ein ganz besonderer Kandidat“, sagt Studienleiter Jan Lünemann. „Es löst die Krankheit nicht direkt aus, das erledigt das Immunsystem der Betroffenen.“

Lesen Sie weiter im o.g. Artikel

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Krankheit des Zentralnervensystems (ZNS), die zu einer Zerstörung von Myelinscheiden und/oder Oligodendrozyten führt (Lassmann 1998; Prineas 1985). Das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose mit seiner vielfältigen klinischen Symptomatik wurde zuerst von J.-M. Charcot 1868 (Charcot 1868) beschrieben. Es ist in seiner Morphologie gekennzeichnet durch plaqueartige Narben, die sowohl zeitlich als auch örtlich disseminiert in der weißen Substanz von Gehirn und Rückenmark auftreten und aus entzündlichen Entmarkungsherden hervorgehen. Die MS ist mit einer Prävalenz von 0,1% (Sadovnick et al. 1988) eine der am häufigsten auftretenden neurologischen Erkrankungen junger Erwachsener nordeuropäischer Abstammung und die am häufigsten auftretende Demyelinisierungskrankheit überhaupt.

 Weiße Flecken im Gehirn bei einem MTR

Über die weißen Flecken im Gehirn, die man oft bei MS-Kranken sieht - aber auch bei Borreliosekranken - kann man hier was lesen:

http://www.gottlob-stiftung.de/MultipleSklerose/substart.html

außerdem kommen weiße Flecken im Gehirn noch bei Amalgankranken vor, siehe hier:

http://www.toxcenter.de/artikel/Quecksilber-verschluckt-macht-Kernspinveraenderungen-in-Niere-und-Leber.php

Genetische Einflüsse

Studien an Zwillingspaaren und Familien, in denen die MS gehäuft auftrat, belegen, dass genetische Einflüsse an der Krankheitsentstehung beteiligt sind. So besteht unter monozygotischen Zwillingen eine Konkordanzrate von 31%, verglichen mit 5% bei dizygotischen Zwillingen (Sadovnick et al. 1993). Für einen Verwandten ersten Grades wird das Risiko von Sadovnick et al. 1988 mit weniger als 5% angegeben; es ist allerdings im Vergleich zum Risiko der Normalbevölkerung immer noch 30-50fach erhöht. Auf eine Assoziation mit der Krankheitsentstehung hin wurden verschiedene Gen-Loci wie HLA-, CD-3-Rezeptor-, Immunglobulin-, mitochondriale, Myelinprotein-, Integrin- und Zytokingene mit unterschiedlichen, z.T. widersprüchlichen Ergebnissen untersucht.

Kann man untersuchen lassen durch HLA-Bestimmung: In mehreren Studien wurde eine Assoziation zwischen dem Risiko, an MS zu erkranken und den HLA Subtypen HLA-DR2, DQ6 (HLA-DRB1*1501, HLA-DQA1*0102, HLA-DQB1*0602) (Coraddu et al. 1998; Olerup und Hillert 1991; Chataway et al. 1998; Sawcer et al.1997. weiter: http://edoc.hu-berlin.de/dissertationen

Selbsthilfeforen:

Leider bleibt den meisten Betroffenen nur übrig, sich selbst zu informieren: z.B. http://www.fatigatio.de/index.php?id=90 oder http://www.mcs-cfs-initiative.de/html/cfs.html

Das internationale Support-Forum http://www.mosken.com/page4.html:

"Meist beginnt alles mit einer Infektion mit EBV. Hat sich dieses Virus erst einmal eingenistet und das Immunsystem zu seinen Gunsten verändert, haben andere Viren ein leichtes Spiel. Die Funktionsweise des EBV wurde bereits in den 80er Jahren entschlüsselt und dabei wurde festgestellt, dass dessen raffinierte Mechanismen das Immunsystem dauerhaft schädigen. Es ist permanent im Dauereinsatz, um den Virentiter so niedrig wie möglich zu halten. Kommt nun ein neuer Erreger hinzu, so ist das IS überfordert, und sowohl der EBV als auch der neue Erreger können sich munter vermehren. Da die Genetik bei CFS und Autoimmunerkrankungen eine sehr große Rolle spielt, erkranken natürlich nicht alle Menschen. Logisch. Aber auch vermeintlich gesunde Menschen haben ihr Schärflein zu tragen, nämlich spätestens im Alter, wenn die Kräfte des IS nachlassen. Je höher der durch Viren erreichte Verwüstungsgrad im Immunsystem ist, desto schlimmer können die Krankheiten ausfallen. Nein, Krebs fällt nicht vom Himmel! aus http://www.fibromyalgie-forum.de/index.html?eppsteinbarr.html :

Unter http://www.cfs-portal.de/ gibt es u.a. einen Arbeitskreis, besteht aus einer Gruppe von Ärzten und Wissenschaftlern, die Erfahrung im Umgang mit CFS haben. Er strebt einen unvoreingenommenen, umfassenden Zugang zum CFS und verwandten Krankheitsbildern an, sucht den Dialog und die Kooperation mit Kollegen und Wissenschaftlern, die an CFS-Forschungsprojekten arbeiten. Er fördert Kontakte und den Gedanken-bzw. Erfahrungsaustausch unter CFS/ME-betroffenen Medizinern und Wissenschaftlern. Er versteht eigene Betroffenheit als wertvolle Erfahrung, die für die medizinisch-fachliche Diskussion nutzbar gemacht werden sollte, gibt CFS-Informationen an Betroffene und Kollegen weiter, will die Akzeptanz des Krankheitsbildes fördern und strebt eine nationale und internationale Vernetzung an.

Labor für HLA-Bestimmung:

95% aller Zöliakie-Pateinten haben DQ2, gegenüber etwa 20% der Gesamtbevölkerung . Von den wenigen Zöiakie-Patienten (<5%), die kein DQ2 haben, ist die überwiegende Mehrzehl positiv für DQ8.

http://aid-diagnostika.de/deutsch/kits/GenID/rdb_2105_d.htm

Kliniken:

http://www.uniklinik-freiburg.de/virologie/live/diagnostik/untersuch/spektrum.html

Links:

Spezielles EBV/CFS-Forum: http://ichbinsomü.de/Forum/

Informationspage: http://www.fatigatio.de/index.php?id=1und

http://www.cfs.virtuga.com/uebers.htm

Videos über Bornavirus, CFS, HHV6: http://www.scivee.tv/node/7965/video

 

aktualisiert 4.2.10

 

Über uns | Datenschutz | Impressum | © 2009 Christel Schmedt