Borreliose, Lymeborreliose, Neuroborreliose und ihre Mischinfektionen

Die Krankheit ist noch nicht richtig erforscht, aber langsam aber sicher stellt sich raus, dass es übertrieben ist, alle nur erdenklichen Symptome und Krankheiten den persistierenden Borrelien zuzuschreiben, da wir es meistens mit Mischinfektionen zu tun haben. Und das erschwert enorm die erfolgreiche Behandlung. Es gibt keine Immunität nach einer durchlebten Infektion. Zeckenbiss bedeutet auch nicht automatisch eine Erkrankung an Borreliose. Es wird geschätzt, dass nur in jedem 10. Fall bei einer infizierten Zecke jemand erkrankt. Es wird geschätzt, dass wir knapp 1 Milion Borreliosekranke haben in Deutschland.

Nach einer Inkubationszeit von etwa 5 – 29 Tagen bildet sich auf der Haut ein klassischer Ausschlag, der zunächst handtellergroß ist, dann aber an Umfang zunimmt. Dabei kommt es nur bei gut der Hälfte zu dieser typischen Wanderröte, was die Diagnose erheblich erschwert. Für eine Übertragung der Borrelien auf den Menschen braucht es zwischen 6 und 48 Stunden. Je früher man das Tier fachmännisch entfernt, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

Panikmache ist trotzdem fehl am Platze, denn es heißt auch, dass 9 von 10 mit Borrelien Infizierte allein aufgrund ihres gesunden Immunsystems mit der Infektion fertig werden. Insbesondere auch, wenn bei richtiger Diagnose sofort entsprechend reagiert wird.  Da in Deutschland im Durchschnitt derzeit 30 % der Zecken mit Borrelien infiziert sind (allerdings mit regionalen Schwankungen von bis zu 50%-70%), könnte beim *Nachweis von Borrelien in der Zecke* und einer *mehrstündigen Saugzeit* (erst dann gibt die Zecke die Borrelien ins Blut) lt. Schulmedizin bereits in einem sehr frühen Stadium zur Erregerreduzierung eine antibiotische Behandlung erfolgen. Eine Blutuntersuchung auf Antikörper greift in der Regel erst 4 - 6 Wochen nach der Infektion!

* Die Zecke können Sie einschicken und testen lassen z.B. im Labor Medivere, Mainz, soll unter 30 Euro kosten, wenn positiv, vorsorglich AB geben lassen, das soll eine Erfolgschance von 90 % geben - aber es gibt kein Antibiotika, dass Heilung garantiert. Die Anfälligkeit ist eine genetische Frage.Die Borrelien gehören zur Familie der Syhillis, diese hoch entwickelte Spezis sitzt schon sehr lange in unserem Erbgut.

Für den Erfolg der schulmedizinischen Antibiotikabehandlungen müssen wir dabei unterscheiden zwischen der akuten Borreliose nach einem Zeckenstich oder anderen Stechtiereart (z.B. Pferdebremsen, grünköpfige Pferdefliege, Stechmücken etc.), wobei noch gut mit dem richtigen Antibiotika und entsprechenden Behandlungsdauer geholfen werden kann, und der chronischen Borreliose mit ihren Mischinfektionen, wo man mit Antibiotika (allein) nicht mehr erfolgreich helfen kann, sondern ganzheitliche Behandlung Erfolge verspricht.

Bemerkenswert: Bis 2003 gab es in der Ärzte-Ausbildung keine Infektionskrankheiten!!! So gesehen muß man sich nicht wundern, wenn viele Betroffene keine richtige Hilfe bekommen! Ebenfalls muß man sich nicht darüber wundern, wenn Ärzte eine lange Infusionstherapie von Antibiotika ablehnen (müssen): Kosten pro Tag sind 50 Euro, bei dem geforderten Minimum an Behandlungsdauer von 100 Tagen sind das 5000 Euro! - Die die Krankenkasse normalerweise nicht bezahlt - und der Arzt müßte Bankrott anmelden, wenn er dafür aufkommen müßte!!

Akute Infektion - Tag danach und folgende

Ab welchem Tag oder Woche wir von einer chron. Borreliose sprechen ist nicht genau definiert, aber alle sind sich einig, dass man bereits nach 3 oder 4 Wochen von einer chronischen Borreliose reden muß. In Stadium II findet die Streuung des Erregers statt, wann genau dies erfolgt, ist auch wieder nicht definiert. In der Regel sollte innerhalb der ersten 2 Wochen eine AB-Behandlung erfolgen, wenn sie noch wirken soll. Wenn es eine Wanderröte gibt, ist das die Indikation für einen sofortigen Beginn der Antibiotikabehandlung!

Chronischer Verlauf

Gefürchtet ist der chronische Verlauf, der nach epidemiologischen Untersuchungen nur etwa 10! von 100 Borrelien-Infizierten mit anschließender Antikörperentwicklung betrifft. In der Regel sind es diese Menschen, die in den Selbsthilfegruppen Hilfe suchen. Bei völlig gesunden Individuen ohne weitere (Vor)-Belastungen des Immunsystems sind oft schon die körpereigenen Abwehrmaßnahmen wie z. B. die Bildung von Antikörper (AK) gegen Borrelien-Antigene ausreichend, dass sich im weiteren Verlauf keine subjektiv störenden Krankheitssymptome mehr entwickeln. Bei denen aber, die chronisch erkranken, ist das Immunsystem schon am Boden oder überreagiert, dort gibt es Vorerkrankungen und Mischinfektionen mit anderen Erregern, mit Viren, anderen Bakterien, Pilzen, Parasiten, Stoffwechselstörungen etc.

Insbesondere bei psychiatrischen Störungen, die auch mit neurologischen Auffälligkeiten einhergehen können, findet man "Fußspuren" des Bornavirus. Dies ist ein im Nervensystem sich einnistendes Virus, das sich vor allem im limbischen System, einem zentralen Teil des Gehirn, wo Gefühle und Emotionen kontrolliert werden, ansiedelt und das Gleichgewicht der Gehirn-Botenstoffe stört bzw. verschiebt. - In mehreren Studien sind bei Mensch und Tier erhöhte Bornavirus-Marker bei Borrelioseerkrankten (doppelt so hoch wie bei Nichborrelioseerkrankten) oder Bornavirus-Spuren bei Borrelioseverdacht erhoben worden. Des weiteren treten oft auch Herpesviren mit auf, insbesondere das EBV.

Was macht aber jetzt den Unterschied, das einer erkrankt und ein anderer unter ähnlichen Bedingungen nicht? Antwort ist

a) die Umweltbelastung jedes Einzelnen, das Maß wie er verseucht ist mit Giftstoffen, Toxinen, Umweltbelastungen, hier steht ganz vorne die Quecksilberbelastung und

b) die multiplen Belastungen mit anderen Erregern, Stoffwechselbelastungen, insbesondere auch EBV und damit ein schlechtes Immunsystem - erst wenn all diese Faktoren zusammenkommen, entsteht offensichtlich eine aktive Borreliose und wenn nicht gleich reagiert wird, die chronische Borreliose.

Es dürfte jedem klar sein, dass da auch noch so hohe und lange Gaben von Antibiotika nichts bewirken können, wenn die Symptome beispielsweise von Viren oder von Schwermetallvergiftungen (die Symptome einer Quecksilbervergiftung werden äußerst ähnlich der Borreliose beschrieben) herrühren oder überlagert werden und die Wirkung von Antibiotika blockieren. Wenn letztere entfernt werden, greifen oft auch Antibiotika, sofern die Bakterien nicht bereits resistent sind oder sich in andere Formen verwandelt haben und sich an Stellen befinden, wo kein Antibiotika mehr hinkommt.. Bei ursächlichen oder oftmals gleichzeitigen Vireninfektionen kann Antibiotika eher kontraproduktiv sein, da sie das Immunsystem noch mehr herunterfahren und damit die Viren die Oberhand bekommen.

Video:

Borreliose – durch Zecken übertragene Infektionskrankheit

 

aktualisiert 15.1.12